7.08.2018 10:55
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Ramseier
Mostobst: Ernte bereits gestartet
Das trockene und heisse Wetter wirkt sich auch auf die Mostobsternte aus. Die Mostereien der Fenaco-Tochter Ramseier haben bereits am 2. August mit der Verarbeitung von Mostobst begonnen.

Gemäss ersten Einschätzungen des Schweizerischen Obstverbands (SOV) dürfen die Mostobst-Verarbeiter in diesem Jahr mit 117'340 Tonnen Mostäpfeln und 11'552 Mostbirnen rechnen. Im vergangenen Jahr fiel aufgrund des Frosts die Ernte rekordtief aus. Ramseier verarbeitete 2017 lediglich 14'600 Tonnen Mostobst, so wenig wie seit 1957 nicht mehr. 2011 wurde mit 87'000 Tonnen eine Rekordernte realisiert, von 2012 bis 2016 wurde mit je rund 35'000 Tonnen durchschnittliche Ernteergebnisse erzielt.

Die Verantwortliche des Getränkeherstellers sind über die bevorstehende Ernte erfreut. «Nach einer so tiefen Mostobsternte ist für uns eine grosse Ernte in diesem Jahr natürlich äusserst willkommen. Wir freuen uns nun wie jedes Jahr nach der Arbeit der Bauern auf die Ernte und den Start der Mostobstverarbeitung», lässt sich Ramseier-Chef Christian Consoni zitieren.

Der frühe Start in diesem Jahr ist auf das warme und trockene Wetter zurückzuführen. Die Bäume konnten dank dieser Bedingungen vollständig erblühen, die Blüte verlief darauf sehr rasch. «Durch die danach anhaltende Trockenheit war der Obstfall zum Sommerbeginn sehr gross», schreibt Ramseier. In Oberaach (TG) verarbeitet die Mosterei bereits seit 2. August Mostobst, die Mosterei Sursee (LU) beginnt mit der Verarbeitung am 16. August.

Ramseier nach eigenen Angaben die grösste Obstsaftproduzentin der Schweiz. Neben Wasser ist Obst der wichtigste Rohstoff der Fenaco-Tochter. Bis zu 70‘000 Tonnen Äpfel und Birnen werden pro Jahr in den zwei Pressbetrieben verarbeitet. Das sind zwischen 50% und 60% des Schweizer Mostobstes. Aus 100 kg Obst entstehen beim Pressen rund 80 Liter Obstsaft.

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