27.09.2013 17:28
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Detailhandel
Nahrungsmittelpreise nähern sich denen im Ausland an
Die Schweizer Nahrungsmittelpreise sind im letzten halben Jahr stagniert oder leicht gesunken. Zusammen mit Preiserhöhungen im Ausland und dem etwas stärkeren Euro führt dies zu einer Annäherung der Preise hiesiger Detailhändler an diejenigen in den angrenzenden Ländern.

Dies zeigt eine Erhebung der Plattform preisbarometer.ch. Der Studie zufolge liegen die Schweizer Preise für Nahrungsmittel nun in etwa auf dem Niveau von Italien. Für den Preisvergleich auf der Grafik wurde alle Preise inklusive Mehrwertsteuer verwendet.

Seit der letzten Erhebung im März 2013 hat sich das Wechselkursverhältnis verändert. Der Schweizer Franken hat sich im Vergleich zum Euro abgeschwächt. Gemäss dem Communiqué von preisbarometer.ch betrug die Abschwächung 1,05 Prozent. Dadurch wurden die hiesigen Produkte im Vergleich zu den Nachbarstaaten billiger.

In der Schweiz sind seit März 2013 die Preise bei den Detailhändlern minim gesunken. So hat Coop die Preise leicht um 0,56% reduziert, bei Denner beträgt das Minus 1,57%. Bei der Migros blieben die Preise stabil (+0,06%). Denner bleibt der günstigste Händler in der Schweiz. Dieser baut seinen Vorsprung sogar leicht aus. Ein Warenkorb mit 43 identischen Produkten kostet bei der Migros 4 Prozent, bei Coop 5 Prozent mehr.

Ein Vergleich mit den Nachbarstaaten ergibt ein unterschiedliches Bild. So wurde die Preisdifferenz zu Italien, Frankreich, Österreich und Deutschland kleiner. Bei unseren nördlichen Nachbarn führte der stärkere Euro und Preiserhöhungen für eine Annäherung. Kaufland ist aber immer noch 36 (Migros) und 37 Prozent (Coop) billiger. Zudem hätten sich die Änderungen im Warenkorb zugunsten der Schweizer Detailhändler ausgewirkt, heisst es weiter.

Eine grösser Preisdifferenz besteht weiterhin zwischen der Schweiz und Frankreich. Diese wurde zwar kleiner, Coop und Migros sind aber noch 36 Prozent teurer als Leclerc. "Casino hat gegenüber seinen inländischen Konkurrenten Boden gut gemacht und liegt nun gleichauf mit Leclerc", schreibt preisbarometer.ch.

Aufgeholt haben die Schweier Detailhändler im Vergleich zu den österreichischen Mitbewerbern. Hauptursache seien steigende Preise in Österreich. Coop und Migros sind noch 10 Prozent (resp. 8 Prozent) teurer als Interspar, Adeg und Billa. Die Differenz hat sich seit der letzten Preiserhebung im März diesen Jahres von 17 auf 10 Prozent verkleinert.

In Italien und der Schweiz kosten Lebensmittel praktisch gleich viel. Denner ist sogar billiger als die italienischen Mitbewerber. Coop kann ebenfalls mithalten. Preisbarometer.ch schreibt aber, dass ein Vergleich mit der letzten Erhebung wenig aussagekräftig sei, da mit Denner und Coop Italia zwei neue Händler berücksichtigt wurden.

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