29.12.2014 14:58
Quelle: schweizerbauer.ch - gro
Fleischmarkt
Natura-Veal und Natura-Beef sind gefragt
Mutterkuh Schweiz rechnet für 2015 mit einem grösseren Vermarktungsvolumen und einer ausgeglichenen Marktlage. Für Natura-Veal gilt im Sommer und Herbst ein Mindestpreis von 16 Fr./kg Schlachtgewicht.

Fleisch aus Mutterkuhhaltung bleibt nachgefragt. Innerhalb der Marktpartnerschaften seien die Liefergespräche für das nächste Jahr geführt, teilt Mutterkuh Schweiz mit. Coop, Bell, Traitafina und Manor seien für das nächste Jahr optimistisch, heisst es. Die Mengen können gesteigert werden, und es wird mit einer ausgeglichenen Marktlage gerechnet. Das grösste Wachstumspotenzial besteht nach wie vor bei Natura-Veal, wobei vor allem im Sommer und Herbst eine Angebotslücke besteht.

Mindestpreis für Kälber

Bei Natura-Beef kann die Menge wiederum leicht gesteigert werden. Für Swiss Prim Beef ist die Situation stabil, es sind vor allem die Hauptrassen im mittleren Schlachtgewichtsbereich und Swiss Prim Angus gesucht. Die Preisabmachungen für Natura-Beef und Swiss Prim Beef bleiben unverändert. Für Natura-Veal gilt gemäss Communiqué weiterhin ein durchschnittlicher Preiszuschlag von 2 Fr./kg Schlachtgewicht (SG) mit einer Bandbreite von 1.20 Fr. bis 2.80 Fr.

Um einen stärkeren Anreiz für Lieferungen im Sommer und Herbst zu schaffen, werde der Mindestpreis für Mitte Juni bis Mitte Oktober auf  16 Fr./kg SG erhöht (Wochen 25 bis 43), erklärt die Produzentenorganisation. Weil der QM-Bankkälber-Markt unberechenbar ist und auch im kommenden Jahr Preiseinbrüche möglich sind, gilt alsAbsicherung für die übrige Zeit ebenfalls ein Mindestpreis (14 Fr./kg SG). Die Wochenpreise werden auf der Homepage laufend publiziert.

Etwas mehr Mutterkühe

Die Zahl der bei Mutterkuh Schweiz registrierten Mutterkühe lag im November 2014 mit 87'000 Stück leicht über dem Vorjahresniveau. «Bis jetzt hat die neue Agrarpolitik nicht zur Folge, dass die Anzahl Mutterkühe zurückgeht», stellt Mutterkuh Schweiz fest. Die weitere Entwicklung gelte es aufmerksam zu verfolgen. «Es wäre schade, wenn die Marktchancen für Qualitätsfleisch aus Mutterkuhhaltung wegen agrarpolitischer Fehlanreizen nicht genutzt werden könnten.»

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