20.02.2019 15:40
Quelle: schweizerbauer.ch - big
Detailhandel
Preise seit 10 Jahren rückläufig
Die Preise für Milchprodukte sind im Detailhandel in den vergangenen 10 Jahren kontinuierlich gesunken. In den letzten zwei Jahren hat sich der Rückgang stabilisiert.

Nach einem starken Anstieg im Jahr 2008, als weltweit Rohstoffknappheit herrschte, sanken die Konsumentenpreise für Milchprodukte in den letzten zehn Jahren kontinuierlich. Dies zeigt der aktuelle Marktbericht Milch des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW). Diese Abwärtstrends liessen sich – teilweise – mit dem Rückgang des Rohstoffpreises erklären. Mit der Milchkrise und der Aufhebung der Milchkontingentierung im Jahr 2009 sanken die Preise deutlich. 

Tatsächlich sank der durchschnittliche Produzentenpreis für konventionelle Molkereimilch von 2009 bis 2018 um rund 6,8%. Ein Liter UHT-Vollmilch kostete 2018 im Schnitt 1,28 Franken. 2009 waren es noch 1,36 Franken. Das ist ein Rückgang um 5,8%. Auch beim Fruchtjoghurt (–19,2% auf 3.01 Fr./kg) und dem Konsumrahm (–12,8 % auf 3.12 Fr. für einen halben Liter UHT-Vollrahm) wurden tiefere Konsumentenpreise festgestellt. Der Butterpreis wies nur ein unbedeutendes Minus aus. 

Auch beim Käse gingen die Konsumentenpreise zurück. So wurde zwischen 2009 und 2018 in den Läden weniger bezahlt für Emmentaler surchoix (–8,9% auf 19.03 Fr./kg), Gruyère surchoix (–4,9% auf 19.68 Fr./kg) und Appenzeller surchoix (–10,0% auf 18.08 Fr./kg). Die Mozzarella-Preise gaben deutlich nach (–19,6% auf 9.73 Fr./kg). Diese rückläufige Tendenz der Konsumentenpreise werde durch die Öffnung des Käsemarktes noch verstärkt, so das BLW.

In den vergangenen zwei Jahren haben sich die Konsumentenpreise jedoch etwas stabilisiert.

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