9.03.2019 08:26
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/lid
Fleischmarkt
Preiserhöhung bei Cervelat&Co.
Der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) hält es für unvermeidbar, nach einem starken Anstieg bei Rohmaterialpreisen die Preise für Rinds- und Schweine- Wurstwaren anzupassen. Metzger und Fleischverarbeiter seien im «Margen»-Sandwich, so der Verband.

Nachdem die Rohmaterialpreise für Wurstwaren seit der letzten Anpassung im Jahr 2014 nur geringen Schwankungen unterworfen waren, hat sich gemäss dem Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) die Situation seit Jahresbeginn massiv verändert.

Während der Hitzeperiode letzten Sommer wurden viele Kühe geschlachtet und gleichzeitig rund 40% weniger Kuhhälften importiert, steht in der Medienmitteilung des Fachverbandes. Beides führe dazu, dass sich die Preise für Rindswurstfleisch vor allem seit Jahresbeginn mit rund 1.50 Fr. pro kg massiv erhöht haben und voraussichtlich noch weiter ansteigen werden.

Beim Schweinefleisch hingegen sei seit Jahren des Überangebotes erstmals wieder ein geringeres Angebot festzustellen. Dies habe nur schon seit Jahresbeginn einen Anstieg der Schlachtschweinepreise um 60 Rp. pro kg Schlachtgewicht (+16%) zur Folge gehabt und wirke sich immer mehr auch in einer sukzessiv einsetzenden Aufwärtsbewegung der Preise für Schweinewurstfleisch aus.

Zudem sind auch die Preise der Wursthüllen gestiegen. Die Kosten für Schweinedärme haben sich gemäss SFF innert kürzester Zeit von 0.78 auf 1.06 Fr. pro kg Wurstbrät (+ 45%) erhöht.

«Die Preise im Endverkauf an die Konsumenten lassen sich über kurz oder lang so nicht halten, sollen die einzelnen Metzgereien und Fleischverarbeiter nicht «ausgeblutet» respektive in ihrer Existenz nicht weiter gefährdet werden», macht der Verband deutlich. Eine umgehende Preiserhöhung von 7 bis 10% für Rinds- und Schweinefleisch-Wurstwaren wie Cervelas, Wienerli, Bratwürste wie auch für Rohwürste wie Landjäger oder Salami sei absolut notwendig. Gemäss SFF würde der Preis für 100 g Cervelas um 15 Rappen und pro 100 g Wienerli bzw. Kalbsbratwurst um rund 20 Rappen steigen.

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