8.12.2013 06:55
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Milchmarkt
Preissprung am internationalen Milchmarkt
Am Weltmarkt haben sich die zuvor etwas schwächelnden Preise für Molkereiprodukte wieder deutlich nach oben bewegt. Bei der Auktion an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) konnten am Dienstag vergangener Woche mit Ausnahme von Cheddarkäse alle gehandelten Erzeugnisse Aufschläge verbuchen, teilweise sogar im zweistelligen Bereich.

Der zusammenfassende Preisindex der neun gehandelten Milcherzeugnisse legte bei leicht rückläufigen Angebotsmengen gegenüber der Auktion vor zwei Wochen um 3,9% zu; das war der stärkste Anstieg seit Mitte Juli 2013.

Dabei verbuchte Kasein mit einem Plus von 18,9% im Mittel aller Kontraktlaufzeiten den höchsten Preisaufschlag. Magermilchpulver erlöste über alle Liefertermine hinweg 4'791 USD/t (4'455 CHF), womit die Käufer 5,6% mehr bezahlen mussten als vor 14 Tagen. Insbesondere für die Kontrakte Mai und Juni 2014 mussten die Kunden mehr Geld anlegen. Diese verteuerten sich um 9,5% beziehungsweise 20,3%. Das neuseeländische Molkereiunternehmen Fonterra konnte dabei mittelstark erhitztes Magermilchpulver zur Lieferung im Juni des kommenden Jahres für einen Spitzenpreis von 5'745 USD/t (5'340 CHF) verkaufen. Teurer wurde zuletzt an der GDT auch Vollmilchpulver gehandelt.

Im Vergleich zur vorherigen Auktion stieg die Notierung für alle Kontrakte im Schnitt um 3,4% auf 5'035 USD/t (4'682 CHF). Das Vorjahresniveau wurde damit um fast 60% übertroffen. Fester tendierten bei der jüngsten Versteigerungsrunde auch die Fetterzeugnisse. Wasserfreies Milchfett verzeichnete im Vergleich zu Mitte November ein Preisplus von 2,7%. Der Wert der Butter stieg im Schnitt um 4,5% auf 3'750 USD/t (3'487 CHF). Die grosse Ausnahme blieb Cheddarkäse, dessen Durchschnittspreis im Mittel der gehandelten Kontrakte um 1,5% auf 4'501 USD/t (4'185 CHF) nachgab. Allerdings hatte Cheddar bei den beiden vorangegangenen Auktionsrunden preislich hinzugewonnen und kostete zuletzt immer noch rund ein Drittel mehr als im Dezember 2012.

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