4.02.2019 08:38
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Brexit
Preisverfall bei Gemüse befürchtet
Ein ungeordneter Brexit könnte sich auf die Preise für frisches Gemüse auswirken. «Wir befürchten einen Preisverfall», sagte etwa der Geschäftsführer der deutschen Fachgruppe Gemüsebau im Zentralverband Gartenbau, Jochen Winkhoff, der Nachrichtenagentur DPA.

Die Sorge sei, dass andere EU-Länder wie die Niederlande ihre eigentlich für Grossbritannien produzierte Ware umlenken müssten und es dann auf anderen Märkten zu einem Überangebot etwa bei Paprika und Tomaten kommt. «Die Erfahrung zeigt, dass schon fünf Prozent Marktüberversorgung von Frischgemüse bis zu 50 Prozent Preisverfall für den Anbauer bedeuten kann», sagte Winkhoff weiter.

Niederländische Landwirte machen sich ebenfalls Sorgen, dass es zu einem chaotischen Brexit kommen könnte. «Das wäre katastrophal», sagte der Brexit-Experte beim Landwirtschaftsverband LTO, Klaas Johan Osinga, der DPA. Grossbritannien ist nach Deutschland und Belgien der drittgrösste Absatzmarkt für die Niederlande. Sollte es zu langen Wartezeiten an der Grenze kommen, müssten sich niederländische Produzenten von Frischwaren neue Absatzmärkte suchen.

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