25.08.2014 09:14
Quelle: schweizerbauer.ch - Doris Grossenbacher
Kartoffeln
Projekt «Kartoffelmarkt 2014+»
Die Stimmung in der Kartoffelbranche ist momentan nicht die beste. In Düdingen FR stellte die Fenaco ihre Zukunftsvision zum Kartoffelmarkt vor.

«Kartoffelmarkt 2014+»: So heisst ein neues Projekt der Fenaco, mit dem die Wettbewerbsfähigkeit in der Kartoffelbranche optimiert werden soll. Matthias Aeberhard von der Fenaco sprach darüber am Infoabend der Speise- und Saatkartoffelzentrale Düdingen AG (Spesag).

«Schwarze Schafe»

«Die Stimmung in der Kartoffelbranche war auch schon besser», stellte Aeberhard fest.  Im Gegensatz zum übersichtlicheren und geregelteren Veredelungsmarkt mit  fünf grossen Industriebetrieben hätten die Händler im Frischkonsum-Markt mehr Abnehmer, mehr Möglichkeiten. Dies führe dazu, dass zum Teil Ware unterpreisig an Discounter oder an Hotels, Restaurant und Kantinen verkauft werde.

«Der Fenaco gehen so aufgrund ihrer Branchentreue Marktanteile verloren», erklärte Aeberhard. Die Abnehmer von Veredelungskartoffeln hätten es am liebsten, wenn sie grosse Posten mit der gleichen Sorte, möglichst vom gleichen Produzenten, auf einmal übernehmen könnten. Um diesem Ziel näher zu kommen, brauche es Optimierungen auf allen Stufen.

Grössere Flächen

«Auf Stufe Produzent bedeutet dies, grosse Flächen derselben Sorte anzubauen oder sich in Gemeinschaften zusammenzuschliessen», zeigte der Produktmanager auf. Auch gelte es die Kartoffelqualität weiter zu steigern und die Hektarenerträge und die Ertragsstabilität zu verbessern. Mit all diesen Massnahmen könnten Kosten gesenkt werden

Auf Stufe Landi wolle man in Zukunft zwei Modelle aufbauen: «Grössere Landis mit vielen Produzenten, Ressourcen für Beratung und Unterstützung  und einer guten Infrastruktur werden zu sogenannten ‹Systemlieferanten Kartoffeln›. Diese Landis wickeln den Kartoffelverkauf selber ab.»  Kleinere Landis, für welche Kartoffeln ein Nebengeschäft sind, würden zu sogenannten «Verrechnungslieferanten Kartoffeln». Für diese werde der Verkauf von Bern aus abgewickelt.

Auf Stufe Handel gebe es Verbesserungspotenzial in einer möglichst genauen Mengenplanung, der Logistik, Lagertechnik und Vermarktung. Einen fixen Zeitplan für die Umsetzung all dieser Massnahmen gebe es nicht, so Aeberhard. Darum heisse das Projekt ja auch «Kartoffelmarkt 2014+».

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