Dienstag, 3. August 2021
14.03.2016 14:57
Ramseier

Ramseier und Elmer im Trend

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Die Ramseier Suisse SA kann auf ein gutes 2015 zurückblicken. Das Unternehmen konnte seine Marken stärken. Der Umsatz stieg um 1,5 Prozent auf 157,5 Millionen Franken. Gemäss Ramseier ist der Trend zu natürlichen Getränken mit Schweizer Rohstoffen ungebrochen. 2016 wird weiter in neue Anlagen investiert.

Die zur Fenaco gehörende Ramseier hat im umkämpften Getränkemarkt ihre Zielsetzung erreicht. Im Bereich Detailhandel legte das Unternehmen im Umsatz um 4 Prozent zu, in der Gastronomie wurde das Ergebnis des Vorjahres realisiert. Insgesamt steigerte die Gruppe den Umsatz um 1,5 Prozent 157,5 Millionen Franken.

Kleinere Mostobsternte

Bei den Marken wurden unterschiedliche Resultate erzielt. Deutlich gewachsen ist Elmer Mineral. Hier stieg der Umsatz um 11 Prozent. Die Marke Ramseier wuchs um 4 Prozent. Elmer Citro und Sinalco blieben auf dem Niveau von 2014. Genaue Umsatzzahlen zu den Marken wurden nicht kommuniziert. Insgesamt produzierte das Unternehmen in den vier Werken Sursee LU, Kiesen BE, Hochdorf LU und Elm GL 189 Millionen Einheiten.

Die Mostobsternte blieb 2015 mit 77‘000 Tonnen rund 7 Prozent hinter der Schätzungen des Obstverbandes. Die Ramseier Suisse SA verarbeitete in ihren drei Mostereien Sursee, Kiesen und Oberaach TG 42‘000 Tonnen Mostobst. Das sind knapp 55 Prozent der gesamten Ernte. Die Qualität des Obstes war gut, teilt das Unternehmen mit.

Kiesen wird geschlossen

Im Herbst 2015 wurde die Modernisierung der Mosterei am Hauptsitz in Sursee abgeschlossen. Insgesamt investierte Ramseier 6 Mio. Franken. Man bekenne sich zum wiederholten Mal zum Standort Schweiz, betont das Unternehmen. Das Veredeln des Mostobstes zu Premiumprodukten gehöre zu den Kernkompetenzen, heisst es weiter. Neu können so bis zu 500’000 Liter Saft pro Tag produziert werden.

Der Produktionsstandort Kiesen soll Ende 2016 aufgegeben werden. Dies deshalb, weil die Abfüllanlage veraltet sind und die Nachfrage nach Weichpackungen sinkt. In Sursee werden für sechs Millionen Franken zwei neue Weichpackungsanlagen gebaut. Ramseier hofft, dass mit der Reorganisation effizienter produziert werden kann. Entlassungen sollen vermieden werden.

In Kiesen soll im Herbst weiterhin das Obst aus Bern, dem Wallis und der Westschweiz angenommen werden. Von der Umstrukturierung betroffen sind 16 Personen. Entlassungen sollen vermieden werden

Trend zu natürlichen Getränken

2016 soll der Expansionskurs fortgesetzt werden. In Sursee wird eine weitere PET-Anlage in Betrieb genommen. «Wir wollen unsere Kompetenz als Getränkespezialist und Produktionspartner weiter ausbauen», lässt sich Ramseier-Chef Christian Consoni im Communiqué zitieren.

Der Markttrend nach gesunden, natürlichen Produkten sei ungebrochen. Die Nachfrage nach Schweizer Produkten, welche aus Schweizer Rohstoffen produziert werden, steige kontinuierlich an. Dies unterstütze die Wachstumsstrategie, schreibt Ramseier.

Die Ramseier Suisse AG produziert diverse Getränke für den Schweizer Detailhandel sowie im Auftrag internationaler Grosskonzerne. Heute beschäftigt das Unternehmen in der ganzen Schweiz rund 280 Mitarbeitende.

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