13.06.2013 15:27
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/afp
Deutschland
Rattengift in Lidl-Filialen?
Der deutsche Lebensmittel-Discounter Lidl untersucht Vorwürfe, in einigen seiner Verkaufsräume werde Rattengift ausgelegt. Das ARD-Magazin «Kontraste» berichtete unter Berufung auf Beschäftigte der Supermarktkette, Mitarbeiter seien gewarnt worden, Kunden aber nicht.

Lidl erklärte am Donnerstag, das Unternehmen werde den Hinweisen «intensiv nachgehen» und sich «intensiv mit den relevanten Betriebsprozessen auf allen Ebenen auseinandersetzen». 

«Kontraste», eine Magazin des Fernsehsenders ARD, nahm auch Proben in einem Berliner Lidl-Markt. Ein Prüflabor bescheinigte diesen Proben «eine signifikant toxische Wirkung». Rattengift ist nicht nur für Mäuse und Ratten giftig, sondern auch für Menschen. «Kontraste» zitierte einen Lidl-Mitarbeiter: «Manche Filialen, die haben rosa Rattengift. Das ist nicht so giftig für den Menschen. Aber das blaue Zeug, da wurde uns vorher gesagt, wenn wir das an die Finger kriegen, an die Atemwege, dass wir sterben sozusagen.» 

Hochgradige Verätzungen und Herzstillstand könnten die Folgen sein. Die Beschäftigten wurden eigenen Angaben zufolge angewiesen, nur mit Handschuhen zu arbeiten und das Pulver nicht einzuatmen. Lidl erklärte, dem Unternehmen lägen «aktuell» keine Hinweise von Mitarbeitern über gesundheitliche Beschwerden vor - auch nicht nach «nochmaliger kurzfristiger Befragung». Auch von Seiten der Behörden gebe es kein Hinweise zu den von «Kontraste» geschilderten Fällen. 

Als Lebensmittelhändler kontrolliere das Unternehmen die Filialen «täglich» auf möglichen Schädlingsbefall. Sollte es Hinweise darauf geben, beauftrage Lidl ausschliesslich «namhafte und zertifizierte Schädlingsbekämpfer». So werde sichergestellt, dass sämtliche Vorschriften eingehalten, Kunden und Mitarbeiter nicht gefährdet würden.

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