7.02.2020 08:33
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
Rindfleischproduktion nimmt ab
In Frankreich wird die Erzeugung von Rindfleisch im laufenden Jahr voraussichtlich verringert. Davon geht zumindest das Institut für Tierzucht (Idele) in einer kürzlich veröffentlichten Jahresprognose aus.
Die Pariser Marktexperten rechnen demnach für 2020 mit einer Rindfleischproduktion von rund 1,40 Millionen Tonnen Schlachtgewicht (SG). Das würde im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um 2,4 % entsprechen. Von 2018 auf 2019 war die Erzeugung bereits um 2,6 % verringert worden.

Von der Entwicklung im laufenden Jahr werden laut Prognose alle Kategorien betroffen sein, wenn auch in unterschiedlichem Ausmass. Die Produktion von weiblichen Tieren soll um 3,2 % auf 790 000 Tonnen SG und bei den Bullen um 0,9 % auf 372 000 Tonnen SG sinken. Nach Institutsangaben wird die französische Mutterkuhherde voraussichtlich auch 2020 ähnlich wie im Vorjahr schrumpfen. Zugleich wird damit gerechnet, dass die zu geringe
Verfügbarkeit von Färsen die Schlachtung von Mutterkühen ausbremsen und um 3,6 % reduzieren wird.

Auch dieAnzahl der Milchkühe wird Idele zufolge abnehmen, und zwar um 1,0 %. Hier gehen die Marktexperten ebenfalls davon aus, dass sich der
Färsenmangel auf die Schlachtungen auswirken wird. Erwartet wird ein Rückgang um 3 %. Bei der Erzeugung von Kalbfleisch wird für 2020 derweil ein Minus von 1,5 % auf 181 000 Tonnen SG erwartet. Bbei den Ochsen soll die Produktion um 3,5 % auf 54 000 Tonnen SG zurückgehen.

Auch der Export von Fressern soll laut Prognose im laufenden Jahr zurückgefahren werden. Idele rechnet mit der Ausfuhr von rund 1,14 Millionen Tieren, was einem Rückgang um 1,0 % entsprechen würde. Ebenfalls verringern wird sich nach Einschätzung des Instituts der Konsum von Rindfleisch.
Gerechnet wird mit einem Verbrauch von insgesamt 1,51 Mio Tonnen SG. Die Vorjahresmenge würde damit um 1,7 % unterschritten.

Lebhafter als 2019 wird es hingegen nach Ansicht der Marktexperten beim Handel mit Rindfleisch zugehen. Aufgrund der schrumpfenden heimischen Erzeugung dürfte der Prognose zufolge für Importe auf dem französischen Markt mehr Bedarf entstehen. In Aussicht gestellt wird ein Zuwachs von 3,1 % auf 350 000 Tonnen SG, wobei insbesondere mit mehr Lieferungen aus Irland gerechnet werden sollte. Die Exporte könnten derweil von einer gestiegenen Nachfrage in China profitieren und werden auf 233 000 Tonnen SG veranschlagt, womit der Vorjahreswert um 1,2 % übertroffen würde. 
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