7.04.2018 17:37
Quelle: schweizerbauer.ch - sal
Milchmarkt
Ritter kritisiert Emmi-Löhne
Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbandes, kritisiert die Löhne der Chef-Etage beim grössten Schweizer Milchverarbeiter. Die Vergütungen sind im Jahr 2017 angestiegen.

Ein Mann aus dem Publikum sagte am Mittwochabend am «Weltwoche»-Anlass in Altstätten SG zu SBV-Präsident Ritter, er müsse doch vor dem freien Markt nicht so viel Angst haben. Das Beispiel Käsefreihandel zeige ja, dass es funktioniere, die Exporte seien gestiegen. Dazu sagte Ritter, dass seit 1989, als er selbst den Betrieb übernommen habe, der Milchpreis massiv gesunken sei.   

Der Druck auf die Bauernfamilien habe stark zugenommen. «Aber es ist noch nie so viel Geld verdient worden mit Milch wie in den letzten Jahren.» Der Aktienkurs des grössten Schweizer Milchverarbeiters (gemeint ist Emmi) habe sich innerhalb von fünf Jahren verdreieinhalbfacht. Der Chef dieses Milchverarbeiters (gemeint ist Urs Riedener) habe 40% mehr Lohn als der Chef der Schweizer Nationalbank und dreimal mehr als ein Bundesrat. Das grösste Aktienpaket an Emmi (er meinte die 54% der Zentralschweizer Milchproduzenten ZMP) sei 2,1 Mrd. Fr. wert – «und gleichzeitig können viele Milchbauern die Rechnungen nicht mehr bezahlen», so Ritter. 

Emmi-Konzernchef Urs Riedener erhielt für das Jahr 2017 neu 1'421'000 Fr. gegenüber 1'365'000 Fr. im Vorjahr. Präsident Konrad Graber erhielt 270'000 Fr. (2016: 255'000), Vizepräsident und Landwirt Thomas Oehen-Bühlmann 100'000 Fr. (93'000 Fr.), Landwirt Christian Arnold 61'000 Fr. (61'000), Stephan Baer 75'000 Fr. (69'000), Monique Bourquin 77'000 Fr. (68'000), Niklaus Meier 81'000 Fr. (73'000), Josef Schmidli 62'000 (57'000), Landwirt Franz Steiger 58'000 Fr. (55'000) und Diana Strebel 63'000 Fr. (58'000).

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