6.02.2019 08:45
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Rohstoffwert Milch steigt weiter
Der Kieler Rohstoffwert für Milch hat im vergangenen Monat weiter zugelegt und konnte damit den Vorsprung auf das vergleichbare Vorjahresniveau ausbauen.

Nach Berechnungen des Kieler Informations- und Forschungszentrums für Ernährungswirtschaft (ife) lag der anhand der Verwertungsmöglichkeiten über Butter und Magermilchpulver kalkulierte Rohstoffwert für ein Kilogramm Standardmilch ab Hof mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiss im Januar 2019 bei 32,2 Cent (36,7 Rappen).

Gegenüber Dezember 2018 nahm der Milchwert um 1,5 Cent/kg (1,7 Rp./kg) beziehungsweise 4,9 % zu; das vergleichbare Vorjahresniveau wurde um 3,0 Cent (3.42 Rappen) oder 10,3 % übertroffen. Der jüngste Zuwachs des Rohstoffwertes gegenüber dem Vormonat resultierte vor allem aus der Entwicklung der Magermilchpulvernotierung, die um 13,60 Euro (15,5 Schweizer Franken) oder 8,4% auf 175,00 Euro/100 kg (199,45 Sfr./kg) anstieg.

Die durchschnittliche Butternotierung befestigte sich im Januar im Vormonatsvergleich hingegen nur um 2,70 Euro (3,08 Schweizer Franken) beziehungsweise 0,6 % auf 458,00 Euro/100 kg (522 Fr./kg). Am Spotmarkt lagen Ende Januar nach Angaben der EU-Kommission die Preise für die „freie Milch“ - bei etwas höheren Inhaltsstoffen als die Standardmilch - in Italien bei 43,0 Cent/kg (49 Rg./kg) und in den Niederlanden bei 34,0 Cent/kg (38,75 Rp./kg.).

Berechnungsbasis des Rohstoffwerts sind die Bruttoerlöse, abgeleitet aus den durchschnittlichen Marktpreisen für Butter und Magermilchpulver, ohne Berücksichtigung langfristiger Kontrakte, auf Basis der Notierungen der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten.

Der Rohstoffwert gibt daher nicht den Auszahlungspreis einer bestimmten Molkerei an, er gilt aber als wichtiger Indikator für die Preisentwicklung bei Milchprodukten in Deutschland und Europa.

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