24.12.2014 07:11
Quelle: schweizerbauer.ch - SBV
Jahresrückblick 2014 (2)
Rückblick 2014 (2): Stockender Schweinefleischverkauf - Eier, Poulet und Lamm gefragt
Der Schweizerische Bauernverband (SBV) zieht Bilanz über das Jahr 2014. Im zweiten Teil wird der Ferkel-, Schweine-, Lämmer-, Geflügel- und Eiermarkt genauer analysiert.

Zu hohe Ferkelangebote

Dank weniger Ferkeln stieg der Preis bis Ende Februar auf das Jahreshöchstniveau von 8.30 Franken je Kilo Lebendgewicht (LG) für 20 Kilo schwere Ferkel. Saisonal bedingt drehte der Markt Mitte April wieder. Wegen Überangeboten sank der Preis in der Folge stetig bis Ende September auf 4.20 Franken je Kilo lebend ab Stall. Erinnerungen aus den schlechten Jahren wurden wach.

Regenwetter vermiest Schweinefleischverkauf

Der QM-Schweinepreis lag ab April während 13 Wochen bei 4.70 Franken je Kilo SG. Trotz freundlicher Marktsituation konnte kein Preisaufschlag erzielt werden. Die Anzahl Schlachtungen entsprachen etwa dem Vorjahr. Um eine zu knappe Versorgung zu verhindern, wurden für das Grillgeschäft total 3‘100 Tonnen Schweinefleisch in Hälften innerhalb des Zollkontingents importiert.

Schweinefleisch wurde laut provisorischen Zahlen rund drei Prozent mehr produziert als 2013. 2013 hatte die Schweiz beim Schweinefleisch einen Selbstversorgungsgrad von 93,5 Prozent. Die zusätzlichen drei Prozent Produktion brachten in Kombination mit der total verregneten Grillsaison den Schweinemarkt zum Kippen. 2014 lagen die Preise ab Hof bei 4.15 Franken je Kilo SG, 2013 waren es 4.47 Franken gewesen.

Lammfleisch im Trend

Lammfleisch liess sich auch 2014 sehr gut verkaufen. Das höhere Angebot durch die Wanderherden und die Konkurrenz durch Importfleisch drückten aber im Frühling auf den Preis. Der Jahrestiefstwert lag bei 10 Franken je Kilo SG für Schlachtlämmer. Durch den guten Osterverkauf erholten sich die Preise und stiegen mit der Alpung und dem dadurch geringen Angebot im Sommer an.

Um die Nachfrage zu decken, wurden insgesamt 6‘300 t Lammfleisch importiert. Die Alp- und Berglammprojekte kurbelten den Lammfleischkonsum an. Entgegen dem bisherigen Marktverlauf stiegen die Preise bereits im Juni auf ein Höchstniveau von 12.60 Franken je Kilo SG. Der Produzentenpreis für Lämmer lag im Jahresschnitt bei Fr. 11.65 je kg Schlachtgewicht, das sind rund 40 Rp. mehr als 2013.

Schweizer Eier und Poulets – Chancen für bestehende und neue Betriebe

Eier und Poulets aus inländischer Produktion sind nach wie vor Trend, trotz grosser Preisdifferenz zu den Importprodukten. Auch 2014 wuchsen beide Produktionszweige: Die aufgrund der gemeldeten Legeküken-Schlüpfe prognostizierte Eierproduktion legte um 3% zu. Bei den Mastküken gab es eine Zunahme von 4,2% gegenüber dem Vorjahr. Der Ausbau der Inlandproduktion erfolgt einerseits durch Vergrösserungen bestehender Produktionsbetriebe, andererseits bot sich für neue Produzenten die Möglichkeit, mit einer Vermarktungsorganisation einen Abnahmevertrag auszuhandeln.

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