11.03.2016 12:50
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Freiburg
Schweinemäster wollen höhere Preise
Die Schweizer Schweinefleischproduzenten sind besorgt: Trotz des heissen Sommers und des günstigen Grillwetters war 2015 für sie ein sehr schlechtes Jahr. Denn die Preise seien zu tief. Deshalb wollen sie jetzt die Produktionsmenge senken.

«Damit die Schweinemästung wieder zu einer gesunden Branche wird, müssten die Produzentenpreise im Durchschnitt bei über 4.20 Franken pro Kilo liegen», sagte Adrian Schütz, stellvertretender Geschäftsführer der Schweizerischen Schweineproduzentenorganisation Suisseporcs, diese Woche an der Generalversammlung der Westschweizer Sektion in Düdingen FR.

Darüber berichtete am Freitag der Westschweizer Landwirtschaftsinformationsdienst AGIR. Als Gegenmassnahme schlägt Schütz deshalb seinen Mitgliedern vor, die Produktionsmenge leicht zu senken, um das Angebot an die Nachfrage anzupassen. 2015 habe die einheimische Produktion 97 Prozent der Schweizer Konsumation gedeckt. Das sei zu viel. «Ideal wäre nicht mehr als 94 Prozent, wie im Jahr 2013, als die Preise zuletzt korrekt waren», sagte Schütz.

Beunruhigt sind die Schweineproduzenten aber auch wegen anderer Faktoren: den hohen Medikamenten- und Getreidepreisen, der administrativen Belastung und der möglichen Ratifizierung des Freihandelsabkommens zwischen den USA und Europa (TTIP). Auch die Probleme im Zusammenhang mit Antibiotikaresistenzen blieben ein Thema von «grösster Wichtigkeit».

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