2.11.2015 14:40
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Ölsaaten
Soja-Anbau: Keine Kürzungen
Dank einer Vertragserhöhung seitens der Sojaabnehmer konnten sämtlichen Produzenten die gewünschten Mengen zugeteilt werden. Die Stützungsbeiträge und die Produzentenpreise sind jedoch deutlich am Sinken. Für Sonnenblumen werden weitere Anbauflächen gesucht.

Die Nachfrage nach Schweizer Soja auf dem Speise- wie auf dem Futtermittelmarkt sei stagnierend, mahnte der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV) am 23. September in einem Communiqué. Bei der Futtersoja konnte der Verband eine leichte Erhöhung der Abnahmemenge verhandeln. „Die Abnehmer haben jedoch signalisiert, dass das Absatzpotential beschränkt ist, vor allem für Speisesoja“, schrieb der SGPV damals.

Tiefere Produzentenpreise

Für das kommende Jahr wurde Agrosolution 4‘400 Tonnen Soja angemeldet. Dank höheren Abnahmeverträge mussten keine Kürzungen vorgenommen werden, schreibt der SGPV am Montag nun in einem Communiqué. Verspätete Meldungen könnten jedoch nicht mehr berücksichtigt werden, heisst es weiter.

Aber aufgrund der tieferen Ölpreise wurden die Produzentenpreise bei Soja massiv gegen unten anpassen. Die Produzenten müssen 2015 im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Einbusse von 7.90 Fr./100 kg auf 51.50 Fr. /dt hinnehmen.

Stützungsbeiträge deutlich gesenkt

Die Stützungsbeiträge 2016 wurden vom Schweizerischen Getreideproduzentenverband für Speise-Soja um 2 Fr. auf 6 Fr./100 kg und bei der Futtersoja gar um 5 Fr. auf 3 Fr./100 kg reduziert. Der Anbau von Soja und Sonnenblumen wird mit den Beiträgen aus dem Produktionspool Ölsaaten unterstützt. 2013 wurde für Futter- und Speisesoja noch ein Beitrag von 10 Fr./100 kg ausbezahlt.

Die Anbaufläche von Soja wurde in der Schweiz nach Angaben der Branchenorganisation Swiss Granum seit 2011 stetig ausgebaut. Wurde 2011 auf 1‘085 ha angebaut, stieg die Fläche in diesem Jahr auf 1550 ha. Das ist eine Zunahme um 465 ha. Zum Vergleich: Die Fläche bei der Gerste betrug 2015 die Anbaufläche rund 27‘800 ha, beim Futterweizen 7‘400 ha und beim Brotweizen 74‘500 ha. Die steigende Fläche bei der Soja sei wahrscheinlich auf die Landschaftsqualitätsbeiträge zurückzuführen, hält der Verband fest.

Sonnenblumen gesucht

Weiterhin gesucht werden Sonnenblumen-Anbauflächen. „Die ausgeschriebene Sonnenblumen-Menge von 18‘000 Tonnen wurde trotz einer deutlich gesteigerten Anmeldemenge von 14‘400 t bei weitem nicht erreicht“, so der Verband. Die im Jahr 2014 eingeführte Extenso-Prämie soll den Anbau interessanter machen. Nachmeldungen sind ausdrücklich erwünscht.

Aber aufgrund der tieferen Ölpreise wurden die Produzentenpreise auch bei der Sonnenblumen gegen unten angepasst.
• Sonnenblumen konventionell: 78.35 Fr. /dt (- 1.70 Fr. /dt gegenüber 2014)
• Sonnenblumen High Oleic: 84.30 Fr. /dt (- 5.65 Fr. /dt)

Unverändert bleiben im kommenden Jahr die Stützungsbeiträge (10 Fr. bei Sonnenblumen und 8 Fr. bei Sonnenblumen HO). Die Anbaufläche bei den Sonnenblumen ist seit dem Jahr 2011 um rund 550 ha auf 4‘100 ha angestiegen.

Online-Anmeldung

Wer sich neu für den Sonnenblumenanbau interessiert, kann sich bei Agrosolution AG in Zollikofen (031 910 20 90) melden oder sich direkt auf www.agrosolution.ch einloggen.

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