31.01.2019 13:24
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Detailhandel
Spar: Energy Drinks erst ab 14
Der Detailhändler Spar hat ein Verkaufsverbot von Energy Drinks an unter 14-jährige erlassen. Da die stark koffeinhaltigen Getränke besonders bei Kindern zu Hyperaktivität und Schlafstörungen führen könnten, habe man sich für diesen Schritt entschieden, so die Begründung.

Die freiwillige Selbstverpflichtung soll ein Zeichen setzen, teilte Spar am Donnerstag mit. Unter die Kategorie Energy Drinks fallen laut dem Detailhändler alle Getränke mit einem erhöhten Koffeingehalt von 150mg pro Liter. 

Diese sind gemäss dem Lebensmittelgesetz mit dem Hinweis «Erhöhter Koffeingehalt» gekennzeichnet und werden mit der Warnung «Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen» versehen. Mit dem Verkaufsverbot an unter 14-jährige wolle man Kinder dazu ermutigen, eine gesündere Getränkewahl zu treffen, teilte der Detailhändler weiter mit. Der Beschluss gelte für die Lizenzbetreiber von Spar-Läden jedoch nur als «Empfehlung».

Um das Verkaufsverbot möglichst umfänglich durchzusetzen, sollen die gleichen Mechanismen wie beim Alkoholverkauf greifen. Wenn ein Energy Drink an der Kasse gescannt wird, soll ein entsprechender Warnhinweis das Kassenpersonal darauf aufmerksam machen, sagte eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Mittels Ausweiskontrolle könne so sichergestellt werden, dass die Altersbeschränkung durchgesetzt werde.

Andere Detailhändler wie Denner geben sich zurückhaltender: «Wir beobachten die Entwicklung aufmerksam», teilte etwa Denner-Mediensprecher Thomas Kaderli mit. Derzeit sei keine Altersbeschränkung für Energy Drinks vorgesehen. Die zur Migros gehörende Ladenkette verweist lediglich auf die Warnhinweise auf der Verpackung, welche den Konsum von koffeinhaltigen Getränken für Minderjährige nicht empfehlen.

Auch die Konkurrenz von Aldi und Lidl lässt verlauten, dass sie keine Altersbeschränkung für Energy Drinks plane. Ebenso die Migros: «Die Verantwortung dafür, was die Kinder und Jugendlichen kaufen und wie viel sie konsumieren, liegt grundsätzlich bei den Eltern», teilte das Unternehmen auf Anfrage mit.

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