6.05.2013 06:27
Quelle: schweizerbauer.ch - Mike Bauert
Kartoffelmarkt
Stabile Kartoffelpreisbänder
Die Vertreter der Swisspatat haben heuer lange verhandelt. Jetzt ist klar, die mittleren Preisbänder für Kartoffeln bleiben unverändert. Die neuen Handelsusanzen, die auch preiswirksam sind, sind noch nicht ausgehandelt.

Nach einer erfreulichen Kartoffelernte 2012 ist nun die preisliche Basis für die Kartoffelernte 2013 gelegt. Die Vertreter von Produktion, Handel und Industrie der Swisspatat haben sich nach drei Verhandlungsrunden darauf geeinigt, die mittleren Preisbänder 2013 auf dem Niveau von 2012 zu belassen. Bei den Biospeisekartoffeln sei das mittlere Preisband um 2 Fr. auf 92 Fr. erhöht worden, teilte Swisspatat mit.

Nicht alleine von Qualität abhängig

«Aufgrund der aktuellen Situation ist es gerechtfertigt, dass die Preisbänder stabil bleiben», erklärt Ruedi Fischer, Präsident der Kartoffelproduzenten. Einzig beim Preisband für die Sofortverarbeitung habe man einen kleinen Kompromiss eingehen müssen. Ohne diesen wäre es schwierig geworden, die übrigen Preise stabil zu halten, betont Fischer.

«Die zu Ende gehende Vermarktungskampagne zeigt klar, dass die Verkaufszahlen nicht alleine von der Qualität abhängig sind. Die Qualitätsproduktion ist unser oberstes Ziel, aber gerade bei einem Produkt wie der Kartoffel gilt es, den gesunden Menschenverstand zu wahren. 2012 waren die Kartoffelqualitäten besser als 2011, und trotzdem waren die Verkaufszahlen schlechter als 2011, als die Qualität schlechter war», erklärt Fischer.

Preise für Charlotte Industrie werden separat festgelegt

Für die festkochenden Speisesorten Gourmandine, Charlotte, Annabelle, Nicola, Ditta, und Alexandra gilt ein einheitliches mittleres Preisband (MPB) von 48 Fr./100kg analog dem letzten Jahr. Bei den mehligkochenden Sorten beträgt das MPB für Jelly, Laura, Victoria und Lady Felicia unverändert 43.70 Fr./100kg.

Die wichtigste Veredelungssorte Agria bleibt wie auch alle anderen Fritessorten unverändert auf einem MPB von 42.10 Fr./100kg. Bei den Chipskartoffeln wurde für die wichtigsten Sorten Lady Claire und Lady Rosetta ebenfalls das MPB von letztem Jahr bei 43.15 Fr./100 kg beibehalten. Die Preise für Charlotte Industrie werden in einer separaten Übernahme festgelegt.

Unveränderte Bandbreite

Für die Speisesorten gilt wieder das erweiterte Preisband vom Jahr 2012 von ±5 Fr. Für sämtliche Industriesorten (inkl. Agria und Désirée) ist  unverändert ein Preisband mit einer Bandbreite von ±2 Fr./100 kg massgebend.

Die Festpreise für die Sofortverarbeitung vor dem 1. September wurden ebenfalls festgelegt. Für Frites- wie auch für Chipssorten wurde der Preis um 1 Fr. auf  35 Fr./100 kg gegenüber dem Vorjahr gesenkt.

Mehr für Biokartoffeln - Anbauverträge auch 2013

Bei den Biokartoffeln wurde das mittlere Preisband  für die Speisesorten um 2 Fr. auf 92 Fr./100 kg erhöht. Bei den Frites- und den Chipssorten sei wie 2012 festgelegt worden, dass der Preis 15 Fr./100 kg unter dem Produzentenpreis für Bio-Agria-Speisekartoffeln zu liegen komme, teilt Swisspatat mit.

Die letztes Jahr eingeführten Anbauverträge hätten sich bewährt. Die Kartoffelproduzenten seien auch dieses Jahr angehalten, nur die vom Abnehmer schriftlich zugesicherten Mengen zu produzieren, schreibt Swisspatat.

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