4.07.2014 15:32
Quelle: schweizerbauer.ch - Doris Grossenbacher
Biolandbau
Stabile Richtpreise für Biobrotgetreide
Die Richtpreise für Biobrotgetreide bleiben gegenüber 2013 unverändert. Schweizer Knospe-Getreide ist gesucht.

Produzenten und Verarbeiter haben sich im Rahmen der Richtpreisrunde von Bio Suisse letzten Mittwoch auf stabile Produzentenrichtpreise geeinigt. Die Richtpreise für Weizen, Roggen und Dinkel (siehe Tabelle) bleiben auf dem Niveau des Vorjahres. Die Übernahmebedingungen 2014 entsprechen den Bestimmungen des Branchenverbandes Swiss Granum.

Preise doppelt so hoch

«Bereits voriges Jahr notierten die erzielten Preise teilweise über dem Richtpreis», sagt Martin Roth, Produktmanager Getreide. «Dies dürfte auch bei der Ernte 2014 möglich sein. Für Produzenten lohnt es sich entsprechend, sich bei den Abnehmern zu informieren.»

Das Preisniveau für Biobrotgetreide liegt nach wie vor etwa doppelt so hoch wie für den konventionellen Markt und blieb in den letzten vier Jahren konstant. Eine Umstellung auf biologischen Landbau biete gute Chancen, zumal bereits ab Beginn der Umstellung für Futtergetreide der volle Knospe-Preis gelte und es auch für Umstell-Mahlweizen weiterhin bereits Abnahmemöglichkeiten gebe. Dies teilt die Bio Suisse in einem Communiqué mit.

Flächen nehmen zu

Aufgrund der ausgesäten Flächen und der Ernteaussichten deuteten erste Prognosen darauf hin, dass den Verarbeitungsbetrieben beim Bioweizen 35  bis 40 Prozent, beim Bioroggen 40 bis 45 Prozent und beim Biodinkel 60 bis 70 Prozent des Bedarfs aus inländischer Produktion zur Verfügung stehen werden. Die Verfügbarkeit des Schweizer Knospe-Getreides dürfte sich in den kommenden Jahren weiter positiv entwickeln, schreibt die Bio Suisse weiter.

Die Richtpreise für Knospe-Futtergetreide wurden bereits am 27. Mai 2014 festgelegt.

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