29.08.2016 17:02
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Strom
Strom wird ein wenig billiger
Die Strompreise dürften nächstes Jahr in der Schweiz im Durchschnitt leicht sinken - trotz höherem Zuschlag für grünen Strom. Das zeigt eine Umfrage des Verbandes Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) bei 30 grösseren Mitgliedern.

Für den tieferen Strompreis gibt es mehrere Faktoren: Erstens können Elektrizitätsunternehmen derzeit dank gesunkenen Preisen günstiger Strom aus dem Ausland beziehen. Zweitens wirken auch betriebliche Effizienzsteigerungen und der tiefere Kapitalkostensatz zur Verzinsung der Netze tendenziell preissenkend, wie der VSE am Montag mitteilte.

Mehr für KEV

Dadurch sinken die Strompreise in der Grundversorgung im Schnitt leicht, obwohl die vom Bund erhobenen Abgaben steigen. Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV), mit der die Stromproduktion aus erneuerbarer Energien gefördert wird, klettert per 1. Januar von 1,3 auf 1,5 Rappen pro Kilowattstunde.

Die Umfrage unter den 30 Elektrizitätsunternehmen ergab indes kein einheitliches Bild, wie der VSE schreibt. Für einige Kunden und Kundinnen werde der Strompreis 2017 steigen. Denn die Preisentwicklung bei den einzelnen Unternehmen hänge stark von deren individuellen Begebenheiten - wie beispielsweise der Höhe des Anteils der eigenen Produktion - ab.

Im Durchschnitt 0,8 Prozent billiger

Die Unterschiede sind gross, wie bereits bekannt gegebene Zahlen zeigen: Während die Strompreise in Biel um rund 3 Prozent steigen, zahlen die Einwohner der Stadt Bern im kommenden Jahr durchschnittlich 5,3 Prozent weniger für den Strom. In Winterthur sinken die Preise um durchschnittlich 3,6 Prozent. Auch beim Aargauer Energieversorger AEW Energie AG fällt der Strompreis um drei Prozent, wie das Unternehmen kürzlich mitteilte.

Im gesamtschweizerischen Mittel dürften die Preise gemäss VSE für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt in der Grundversorgung beim jeweils billigsten Produkt um durchschnittlich 0,8 Prozent nachgeben. Die Verteilnetzbetreiber müssen bis Ende August ihre Strompreise für die Kleinkunden in der Grundversorgung veröffentlichen.

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