16.02.2015 07:07
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Obst
Südhalbkugel liefert weniger Äpfel
Die Länder der südlichen Hemisphäre werden in diesem Jahr voraussichtlich weniger Äpfel in die internationalen Märkte liefern als 2014. Darauf hat die Weltvereinigung für Äpfel und Birnen (WAPA) vergangene Woche nach ihrer alljährlichen Vollversammlung hingewiesen.

Nach Schätzung der WAPA werden die Länder Argentinien, Australien, Brasilien, Chile, Neuseeland und Südafrika in der laufenden Saison zusammen rund 5,54 Mio t Äpfel ernten; das wäre im Vergleich zu 2014 ein Plus von 5%. Das Exportvolumen dieser Erzeugerländer wird auf 1,72 Mio. t beziffert, womit das Vorjahresniveau um 5% unterschritten würde.

Die grössten Apfelproduzenten bleiben Chile und Brasilien mit 1,7 Mio. t und 1,2 Mio .t. Im Vergleich zum Vorjahr dürften sich die Erntemengen in diesen beiden Ländern leicht um 1% beziehungsweise 6% erhöhen. Spitzenreiter bei Apfelexport ist Chile; mit einer veranschlagten Ausfuhrmenge 800 000 t an bewegen sich die Tonnagen auf dem Vorjahresniveau. An zweiter Stelle steht Südafrika mit 420'000 t, gefolgt von Neuseeland mit knapp 300'000 t. Die wichtigste Apfelsorte im Anbau auf der Südhalbkugel bleibt Gala mit insgesamt 1,9 Mio t. Im Vergleich zum Vorjahr wird diese Sorte 2015 wahrscheinlich um 6% zulegen.

Die Birnenproduktion auf der südlichen Halbkugel soll nach WAPA-Schätzung 2015 bei 1,58 Mio. t liegen; damit würde die Vorjahresproduktion um 7% überschritten. Das Exportvolumen soll sich um 4 % auf 750 000 t erhöhen. Größter Produzent und Exporteur von Birnen bleibt mit Abstand Argentinien. Die WAPA gibt traditionell im Februar ihre Ernteschätzungen für die südliche Hemisphäre ab. Im August folgen dann die Ernteprognosen für die Europäische Union und die USA. Die vergangene EU-Apfelernte war sehr hoch ausgefallen, die der Birnen etwas kleiner als im Vorjahr.

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