26.11.2014 16:07
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Fleischmarkt
Swiss Beef: Munipreis muss rauf
Mit der neuen Agrarpolitik wurden die Tierbeiträge abgeschafft. Swiss Beef, die Schweizerische Vereinigung der Rindermäster, fordert, dass die Mindereinnahmen mit höheren Marktpreisen ausgeglichen werden. Dies deshalb, weil die Mäster nicht bei den neuen Programmen teilnehmen könnten.

Die Munimäster sind mit der aktuellen Marktlage unzufrieden. Seit Monaten ist beim Produzentenpreis eine Seitwärtsbewegung zu beobachten. Der Preis für ein Kilo Schlachtgewicht QM T3 verharrt seit Mitte Jahr bei 8,60 Fr.

Eigentlich sollte der Produzentenpreis aber steigen. Einerseits wegen den bevorstehenden Festtagsschlachtungen, andererseits wegen dem höheren Konsum. Wie Swiss Beef am Mittwoch in einem Communiqué schreibt, hätten die höheren Schlachtzahlen bei den Muni (bis September um 1,4%) und den Ochsen (+3,5%) ausgereicht, um einen Preisanstieg zu verhindern.

Eigentlich hätte nach den Prognosen des Bundes die Produktion sinken und die Produzentenpreise steigen sollen. „Höhere Preise sind dringend nötig, weil die Beträge für die Tierhalter in der neuen Agrarpolitik wegfallen“, mahnt Swiss Beef. In der Munimast bräuchten Veränderungen mehr Zeit. Von der Einstallung bis zur Schlachtung der Tiere vergeht ein Jahr.

Mit den neuen Rahmenbedingungen müsste gemäss Swiss Beef der Munipreis (QM T3) bei 9 Franken zu liegen kommen. Nur mit höheren Preisen könnten die fehlenden Beiträge kompensiert werden, hält Swiss Beef fest. „Mit der Umstellung eines Teils der Fleischimporte auf die Inlandleistung sind nun die Abnehmer in der Pflicht. Das Jahr 2015 wird zur Bewährungsprobe für den Bankfleischmarkt“, so das unmissverständliche Fazit der Rindermäster.

Im Frühjahr zeigte sich Swiss Beef erbost über die in ihren Augen zu hoch ausgefallenen Importe von Rindfleisch. Die Rindermäster mussten deswegen bereits erhebliche Einkommenseinbussen hinnehmen.

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