17.04.2015 11:02
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Syngenta
Syngenta mit starkem Umsatzeinbruch
Dem Agrarchemiekonzern Syngenta hat zu Jahresbeginn ein steifer Wind entgegen geblasen. Der Umsatz brach im ersten Quartal 2015 um 14 Prozent auf 4,02 Mrd. Dollar ein. Vor allen die Aufwertung des Dollars zum Euro und zu den Währungen in den GUS-Staaten belasteten die Rechnung. Laut Konzernchef Mike Mack befindet sich Syngenta mit dem Massnahmenpaket zur Kostensenkung auf Kurs.

In lokalen Währungen stagnierte der Umsatz hingegen, wie Syngenta am Freitag mitteilte. Im Berichtsquartal vermochte Syngenta die Verkaufspreise um 8 Prozent zu erhöhen. Dies ist hauptsächlich auf Steigerungen in den GUS-Staaten zurückzuführen. Ohne die GUS-Staaten legten die Preise um 1 Prozent zu. Die Absatzmengen gingen um 7 Prozent zurück.

Beim Pflanzenschutz sank der Umsatz um 12 Prozent auf 2,84 Mrd. Dollar, in Lokalwährungen resultierte ein Plus von 1 Prozent. Beim Saatgut brachen die Verkäufe gar um 19 Prozent auf 1,02 Mrd. Dollar ein. In Lokalwährungen stagnierten sie. Der Umsatz des integrierten Geschäftes sank um 14 Prozent auf 3,84 Mrd. Dollar.

Mit den Zahlen verfehlte Syngenta die Markterwartungen deutlich. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im Schnitt einen Gesamtumsatz von 4,4 Mrd. Dollar erwartet.

Syngenta hält an Jahresprognose fest
 
Syngenta hält laut Mitteilung vom Freitag weiterhin weitgehend unverändert an den Umsatzzielen für das Gesamtjahr zu konstanten Wechselkursen fest. Zu Jahresbeginn hatte Syngenta «im Wesentlichen» unveränderte Umsätze in Lokalwährungen in Aussicht gestellt. Das Betriebsergebnis (EBITDA) nach Währungseinflüssen wird sich laut den aktuellen Angaben «etwa auf dem Niveau von 2014 bewegen».

Gemäss Mack befindet sich Syngenta zudem auf Kurs, um die mit dem Massnahmenpaket «Accelerating Operational Leverage» angepeilte Kosteneinsparungen zu erreichen. Ziel der im Februar 2014 angekündigten Massnahmen ist es, unter anderem im Vertrieb, in der Forschung und in der Administration 2015 die Kosten um 265 Mio. Dollar zu senken.

Mack stellte ausserdem fest, dass der Konzern im ersten Quartal erhebliche Preissteigerungen in den GUS-Staaten habe durchsetzen können. Damit habe man in einem Umfeld mit volatilen Wechselkursen und Agrarpreisen die Fähigkeit unter Beweis gestellt, Risiken erfolgreich zu managen.

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