3.10.2019 11:40
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Deutschland
Todesfälle: Wurstbetrieb schliesst
Ein Wurstbetrieb im deutschen Landkreis Waldeck-Frankenberg ist nach zwei Todesfällen durch Bakterien vorerst geschlossen worden. 37 weitere Verdachtsfälle würden durch das Robert-Koch-Institut beobachtet, sagte ein Kreissprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

Ursache der Todesfälle waren Listerien, die im Fleisch des Unternehmens Wilke Wurstwaren festgestellt worden seien. Die Einstellung des Betriebs sei nicht endgültig.

«Die Firma bleibt so lange geschlossen, bis der Grund für die Verunreinigung gefunden ist», sagte der Sprecher. Schon im März habe es in dem Betrieb Auffälligkeiten wegen Verunreinigungen gegeben. Daraufhin sei eine engmaschige Untersuchung durch das Veterinäramt erfolgt. 

Trotz einer Grundreinigung des gesamten Betriebs sei es dennoch erneut zu Verunreinigungen gekommen. Die Ursache des Bakterienbefalls sei noch unklar. Eine Taskforce sei eingesetzt, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Die beiden Toten stammten aus Südhessen, sagte der Kreissprecher. Bis auf Vollkonserven würden nun alle Produkte des Fleischherstellers international zurückgerufen. Die Zeit ung «Hessische Niedersächsische Allgemeine» hatte zuvor berichtet, dass die tödlichen Bakterien in Pizzasalami und Brühwurst gefunden worden seien. 

Das Unternehmen Wilke Wurstwaren geht nach eigenen Angaben auf eine Dorfmetzgerei vor mehr als 80 Jahren zurück. Die Firma beschäftigt nach Zahlen auf ihrer Homepage rund 200 Mitarbeitende und exportiert Waren weltweit. 

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