10.02.2014 16:20
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Detailhandel
Trotz liberalisierten Öffnungszeiten weniger Tankstellenshops
Die Gesamtzahl an Schweizer Tankstellenshops ist 2013 leicht zurückgegangen. Die Annahme der Initiative zur Liberalisierung der Öffnungszeiten von Tankstellenshops hatte keine Auswirkungen auf die Marktentwicklung gehabt, stellt Roland Bilang, der Geschäftsführer der Erdöl-Vereinigung, fest.

Die Anpassung des Arbeitsgesetzes, welches Tankstellenshops auf Autobahnraststätten und an Hauptverkehrswegen einen 24-Stunden-Betrieb erlaubt, ist seit dem 1. Dezember 2013 in Kraft. Bilang wagt keine Prognose dazu, wie weit die Gesetzesänderung die Entwicklungen in der Branche beeinflussen wird.

Im vergangenen Jahr wurden in der Schweiz gemäss Statistik der Schweizer Erdöl-Vereinigung 24 kleine Tankstellenshops geschlossen. Im gleichen Zeitraum nahm die Zahl der Shops mit einer grossen Verkaufsfläche gemäss Communiqué um 19 zu.
Der Trend hin zu grösseren Tankstellenshops ist bereits seit mehreren Jahren feststellbar. Insgesamt ging die Gesamtzahl an Tankstellen der Branchenorganisation 2013 um 0,6 Prozent auf 3547 öffentlich zugängliche Stationen zurück.

Im Gegensatz zum Trend erhöhte der zum Agrarkonzern Fenaco gehörende Marktführer Agrola die Zahl seiner Stationen um 18 auf neu 453 Tankstellen. Das Filialnetz des zweitgrösste Anbieters BP ging um 28 Tankstellen auf 362 zurück. Es folgen Ruedi Rüssel mit 321, Migrol mit 307 und Tamoil mit 301 Filialen.

Leicht mehr als ein Drittel der Tankstellen in der Schweiz verfügen über einen Laden. Zusammen konnten diese Tankstellen 72 Prozent des Treibstoffabsatz verbuchen. Im Schnitt setzte eine Tankstelle wie bereits im Vorjahr 1,43 Mio. Liter ab. Jedoch gibt es starke Unterschiede zwischen den Kategorien. So verkaufte eine Autobahntankstelle durchschnittlich rund 3,4 Mio. Liter und damit mehr als das Fünffache einer unbedienten Tankstelle (0,64 Mio. Liter).

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