Dienstag, 3. August 2021
04.04.2018 11:07
Getrnke

Trotz Miniobsternte mehr produziert

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Von: sda/blu

Trotz rekordtiefer Obsternte hat der Getränkehersteller Ramseier im vergangenen Geschäftsjahr mehr produziert. Der Umsatz blieb auf Vorjahresniveau – auch dank dem Einstieg ins Eistee-Geschäft.

149,5 Millionen Franken betrug der Bruttoumsatz – er war damit exakt gleich hoch wie 2016, wie die Fenaco-Tochter am Mittwoch mitteilte. Gelungen sei dies dank diverser Investitionen, die schliesslich Prozesse optimiert hätten. Leicht über dem Vorjahr schlossen die Marken Sinalco und Elmer ab. Gleiches gilt auch für das Umsatzniveau im Bereich der Handelsmarken. In drei Abfüllstationen produzierte Ramseier 193 Millionen Einheiten – 10 Millionen mehr als 2016.

Weil die Obsternte wegen Frost und Hagel in der Schweiz so gering ausfiel, wie seit sechzig Jahren nicht mehr, verarbeitete das Unternehmen in den hauseigenen Mostereien in Sursee LU und Oberaach TG bloss 14’600 Tonnen Mostobst. Das entspricht 35 Prozent der Vorjahresmenge. Zudem musste Konzentrat importiert werden. Zum Vergleich: Im Rekorderntejahr 2011 wurden 87‘000 Tonnen verarbeitet.

Erstmals gelungen sei im vergangenen Jahr der Einstieg in den Teilmarkt Eistee in der Gastronomie dank der Lancierung des Ramseier Huus-Tee. Aufgrund des Erfolgs werde das Mischgetränk aus Tee, Minze und Obstsaft auch im Detailhandel angeboten. Neu lanciert wurde zudem Zisch, ein leichtes Süssmostgetränk aus Hochstammobst. Die Mostobstverarbeitung bis hin zur Veredelung zu Premiumprodukten sei eine Kernkompetenz von Ramseier, heisst es weiter. Jährlich verarbeitet das Unternehmen mehr als die Hälfte der gesamten Schweizer Mostobsternte.

Das Unternehmen führt die Marken Ramseier, Sinalco und Elmer und beschäftigt rund 230 Mitarbeiter. 2017 wurde in Elm GL der modernisierte Produktionsstandort eröffnet. Insgesamt investierte das Unternehmen 9 Millionen Franken. Mit dieser könne den hohen Qualitätsanforderungen sowie der Nachfrage nach Schweizer Produkten Rechnung getragen werden. „Die Modernisierung des Elmer Betriebs ist eine von mehreren strategischen Investitionen, um im hartumkämpften Getränkemarkt weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben“, schreibt Ramseier.

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