11.02.2014 09:49
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
FAO
Trotz teurerer Milchprodukte fällt FAO-Preisindex
An den Weltmärkten für Grundnahrungsmittel zeichnet sich Entspannung ab: Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) vergangene Woche mitteilte, ist ihr Nahrungsmittelpreisindex im Januar gegenüber Dezember 2013 um 1,3% auf 203,4 Punkte gesunken.

Es war der erste Rückgang seit drei Monaten. Dabei übertrafen teilweise deutliche Preissenkungen für Getreide, Zucker, Öle und Fleisch unter dem Strich die weitere Verteuerung von Milchprodukten. Der FAO-Milchpreisindex kletterte von Dezember auf Januar um 1,3 % auf 267,7 Punkte. Als Ursachen wurden eine anhaltend starke Nachfrage aus China, Nordafrika, dem Mittleren Osten und Russland genannt.  Besonders stark fielen laut FAO die Zuckerpreise, nämlich im Monatsvergleich um 5,6 % auf 221,6 Indexpunkte. Der Preisindex für pflanzliche Fette gab um 3,8% auf 188,6 Punkte nach, der Index für Fleisch um 1% auf 185,2 Punkte.

Sehr gute Ernten halfen dabei, die Getreidepreise weiter zu drücken: Von Dezember auf Januar ging der relevante FAO-Index um 1,3 % auf 188,4 Punkte zurück. Im Jahresvergleich betrug das Minus gar 23%. Die UN-Organisation erwartet für 2013 jetzt eine globale Getreideproduktion von 2,5 Mrd. t. Das wäre ein Anstieg um 8,5 % im Vergleich zu 2012. Gleichzeitig dürften die Reserven um 13,5 % auf 573 Mio. t klettern.

Das Verhältnis zwischen Beständen und Verbrauch, ein Mass für die Versorgungssicherheit, wird für 2013/14 mit 23,5 % angegeben, der höchste Wert seit 2002/03. Gestützt auf Prognosen des Agrarmarktinformationssystems (AMIS) geht die FAO ferner von günstigen Umständen für die nächste Ernte aus. Die Witterungsbedingungen für Wintergetreide auf der Nordhalbkugel waren gut und die Aussichten für Mais und Sojabohnen auf der Südhalbkugel sogar besser als erwartet.

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