25.02.2014 06:14
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
USA
US-Getreideverarbeiter will Syngenta-GV-Maissorte nicht
Gegen die GV-Maissorte «Agrisure Duracade» des Agrochemiekonzerns Syngenta erwächst in den USA Widerstand. Consolidated Grain and Barge, ein wichtiger Getreideverarbeiter im Mittleren Westen, will die Maissorte so lange nicht annehmen, wie diese nicht in wichtigen Exportmärkten zugelassen ist.

Wie am Montag aus einer Pressemitteilung hervorgeht, soll «Agrisure Duracade» erst in Ländern wie China, Ägypten, Türkei und in der Europäischen Union die Marktzulassung erhalten, bevor die Mais-Sorte wieder angenommen wird.

Liste der "Gegner" nimmt zu

Für Duracade hatte das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) vor rund einem Jahr die Marktzulassung erteilt. Nach den Plänen von Syngenta sollte das Produkt den amerikanischen Landwirten zur Anbausaison 2014 zur Verfügung stehen.

Damit wird die Liste der Duracade-Gegner länger. Erst letzte Woche hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, der Verarbeiter Archer Daniels Midland und die beiden Handelshäuser Cargill und Bunge hätten sich gegen die Annahme der Maisvariante aus dem Hause Syngenta ausgesprochen, bevor die wichtigen Zulassungen erteilt sind.

In China nicht zugelassen

Hintergrund sind die geschmälerten Absatzchancen der US-Landwirte in China, so lange Duracade dort nicht zugelassen ist. So hat China letzten Monat mehrere Mais-Lieferungen aus den USA zurückgewiesen, weil sie mit ebenfalls noch nicht zugelassenen Gentechnik-Sorte «Agrisure Viptera» verunreinigt waren. Auf die Zulassung von Viptera in China wartet Syngenta nun seit zwei Jahren.

Das Problem «Agrisure Viptera» hat sich für Syngenta inzwischen erledigt: Gemäss US-Landwirtschaftsminister Thomas Vilsack hat Syngenta Anfang Februar verbindliche Abnahmezusagen für die gesamte Menge erhalten.

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