24.03.2016 07:07
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
USA
USA: Kritik an Syngenta-Übernahme
In den USA haben sich Politiker kritisch zur geplanten Übernahme von Syngenta durch ChemChina geäussert. Senator Chuck Grassley aus Iowa warnte am Mittwoch in einem Interview mit dem Wall Street Journal davor, nicht zu viel der heimischen Food-Branche ins Ausland zu verkaufen.

Insbesondere dann nicht, wenn es sich bei den Käufern um staatlich kontrollierte Unternehmen handle. Dabei verweist er auf das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS), welches die 43 Milliarden Dollar schwere Transaktion billigen muss.

Allerdings selbst wenn das CFIUS den Deal gutheisst, könnte die Politik das Vorhaben noch gefährden. Das Landwirtschaftsministerum der Vereinigten Staaten (USDA), welches bereits in den vergangenen Wochen Bedenken zu den Plänen von ChemChina geäussert hatte, müsse eine aktive Rolle in der Beurteilung des Verkaufs einnehmen, fordert Grassley weiter.

Dafür werde er und eine Reihe weiterer Senatoren aus landwirtschaftlich geprägten Bundesstaaten (Farm Belt) einsetzen. Syngenta erzielt rund einen Viertel des Umsatzes in den USA.

ChemChina hatte Anfang März das offizielle Kaufangebot für Syngenta vorgelegt. Demnach bieten die Chinesen 465 Dollar in bar je Syngenta-Namenaktie. Zusätzlich beinhaltet die Offerte die Bezahlung von Dividenden an Inhaber von Syngenta-Aktien im Betrag von insgesamt bis zu 16 Franken pro Anteilschein.

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