29.08.2018 16:12
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Detailhandel
Volg profitiert von der Hitze
Die Fenaco-Tochter hat das erste Halbjahr 2018 bezüglich Umsatz gut abgeschlossen. Volg konnte um zwei Prozent zulegen. Profitiert hat die Dorf-Ladenkette von der Sommerhitze.

«Heiss ist gut, weil unsere Kunden dann keine Lust haben, ins Shoppingcenter zu reisen», sagt Volg-Chef Ferdinand Hirsig in der jüngsten Ausgabe der «Handelszeitung». Für das gesamte Jahr rechnet er mit einem Plus von 1.5 bis 2 Prozent. 2017 setzte Volg 1.49 Milliarden Franken um. Mit dem angestrebten Wachstum dürfte der Umsatz Ende Jahr auf rund 1.52 Milliarden Franken zu liegen kommen.

Schon länger im grossen Stil Fuss fassen möchte die Detailhändlerin in der Romandie. 2011 erfolgte der Start in der Westschweiz. Ziel damals: siebzig Läden bis 2015. Momentan sind es erst fünfzig. Man habe nicht genügend Läden gefunden, die sich für eine Übernahme geeignet hätten, sagt Hirsig zur «Handelszeitung». Das Sortiment hat Volg an die Wünsche der Romands angepasst. 

Gemäss Hirsig funktionierten bei den Themen Charcuterie und Molkerei die Westschweizer anders als die Deutschschweizer. Spezialitäten aus der Deutschschweiz würden im Westen keinen Anklang finden, so Hirsig. Kein Thema sind Läden im Tessin.

Volg beliefert insgesamt 582 Dorfläden, dazu 258 freie Detaillisten. Ebenfalls zur Kette gehören 90 Tankstellen-Shops. Wachstumspotenzial sieht Hirsig einerseits in der Sortimentserweiterung und andererseits in zahlreichen Dörfern, wo Volg noch nicht präsent ist. Pro Jahr sollen 6 bis 10 Läden eröffnet werden, sagte er im April vor den Medien.

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