28.07.2015 08:21
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Detailhandel
Volg übernimmt 30 Pam-Läden
Pam- und Proxi-Läden stecken offenbar in Zahlungsnot. Der Lieferant, die Fenaco-Tochter Volg, beliefert deshalb seit einiger Zeit 75 Filialen nicht mehr. Am Dienstag gaben Volg und Distribution Suisse bekannt, dass Volg rund 30 Läden des Westschweizer Unternehmens in Eigenregie weiterbetreibt.

Der Integrationsprozess der Läden starte ab Mitte August. „Das Verkaufspersonal in den betreffenden Läden wird von Volg weiterbeschäftigt. Die von dieser Übereinkunft nicht betroffenen Pam- und Proxi-Verkaufsstellen werden weiterhin von Distribution Suisse betrieben“, heisst es im Schreiben von Volg. Ob bei der Übernahme Geld geflossen ist, ist unklar. Auch ob die Belieferung der Läden von Distribution Suisse wieder aufgenommen wird, ist nicht bekannt.

75 Filialen, davon 55 im Wallis, werden zuvor nicht beliefert. Grund waren Zahlungsausstände «Volg würde die Zusammenarbeit, das heisst die Belieferung dieser Läden, weiterführen, wenn Distribution Suisse ihren vertraglichen Verpflichtungen nachkommt», liess Volg Mitte Juli verlauten.

Erst im Frühjahr 2014 schlossen Volg-Besitzerin Fenaco und Distribution Suisse einen Belieferungsvertrag ab. Die Belieferung der insgesamt über 100 Pam- und Proxi-Läden wurde im vergangenen September aufgenommen. Für Volg war dies ein grosser Expansionsschritt Richtung Westschweiz, denn die Läden sind vor allem in den Kantonen Waadt, Genf und Wallis vertreten.

Jene Pam- und Proxi-Läden, die im Franchisingbetrieb geführt werden, waren vom Lieferstopp nicht betroffen. «Diejenigen Pam- und Proxi-Läden, die von freien Detaillisten geführt werden, werden wie bis anhin weiter beliefert», betonte Volg Mitte Juli.

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