5.01.2016 17:49
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Detailhandel
Was Preisunterschiede zur Schweiz rechtfertigt
Vor dem Hintergrund der Frankenaufwertung geraten der Schweizer Detailhandel und Preisvergleiche mit internationalen Anbietern regelmässig in die Schlagzeilen. Nun hat die CS in einer am Dienstag veröffentlichen Studie wichtige Gründe untersucht, welche die Preisunterschiede rechtfertigen.

Lebensmittel sind etwa 30 Prozent, Bekleidung fast 40 Prozent und Möbel immerhin 26 Prozent billiger in den Hauptimportländern als in der Schweiz. Warum ist das so?

Laut der CS-Analyse sind wichtige Kostenfaktoren in der Schweiz deutlich teurer als im Ausland. Das betrifft etwa die Löhne, die Preise für die verwendeten Vorprodukte, die Mieten für die Verkaufsflächen sowie die Transport- und Logistikkosten. Dies seien die wichtigsten Gründe für die Preisdifferenzen.

Die Teilbereiche, in denen die Schweiz günstiger als das Ausland ist, also etwa bei der Mehrwertsteuer oder den Kapitalkosten, fallen bei der Wertschöpfung nicht sehr stark ins Gewicht.

Separiert man nun beispielsweise die Wertschöpfung für Lebensmittel, Bekleidung und Möbel nach In- und Ausland, so gehen bei Nahrungsmitteln immerhin noch rund 79 Prozent an Schweizer Anbieter. Bei Textilien sind es rund 57 Prozent und die Warengruppe Möbel kommt auf einen «Schweiz-Anteil» von 78 Prozent.

Weil also ein Grossteil der Wertschöpfung von diesen Gütern in der Schweiz anfällt und dort wichtige Kostenfaktoren deutlich teurer sind, gibt es auch markante Preisunterschiede zu den Anbietern in den wichtigsten Importländern.

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