25.07.2020 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Obst
Wegen Corona-Hamstern Apfelimport
Hamsterkäufe bei Äpfeln während der Coronakrise liessen das BLW eine Bewillligung für 2500 Tonnen Importäpfel geben.

Während der Coronakrise hamsterten die Schweizerinnen und Schweizer nicht nur Toilettenpapier, Teigwaren oder Mehl. Auch Äpfel fielen der Gier zum Opfer, wie die Aargauer Zeitung schreibt.

Gemäss dem Schweizer Obstverband stammen normalerweise 90 %, also 130’000 bis 140'000 Tonnen der in der Schweiz konsumierten Tafeläpfel aus dem Inland. 10 %, also 10'000 Tonnen, werden importiert, um die Zeit von Mai bis August zu überbrücken.

«Während den Frühlingsmonaten 2020 lagen die Apfelverkäufe auf einem Rekordhoch», so Roger Maeder von Swisscofel, dem Verband des Schweizerischen Früchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels. Die wöchentliche Verkaufsmenge nahm um 30 bis 40 Prozent zu.

So wandte sich die Obstbranche dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) zu, das einen zusätzlichen Import von 2500 Tonnen Äpfeln während zwei Monaten bewilligte. Einfuhrkontingente in dieser Grössenordnung seien unüblich. «Bei einheimischen Tafeläpfeln herrscht praktisch Selbstversorgung», sagt Maeder. 

Maeder zeigt sich zufrieden. Beliebte Sorten wie Pink Lady oder ­Braeburn lägen mittlerweile wieder reichlich in den ­Regalen, die Sortimente seien wiederhergestellt. «Der Kunde hat im Supermarkt die volle Auswahl», sagt er. Gemäss Maeder wird nur so viel importiert, wie verbrauch wird. Priorität hätten die Schweizer Äpfel. Nach den Ausnahmemonaten März, April und Mai habe sich der Konsum auf Vorkrisenniveau eingependelt, sagt er weiter.

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