23.09.2016 18:08
Quelle: schweizerbauer.ch - Samuel Krähenbühl
Schlachtkühe
Wieder Importe beantragt
Die Proviande will nach einem Importstopp nun im Oktober wieder Verarbeitungskühe importieren. Der Preis für Fleisch von Schlachtkühen ist gestiegen.

Der Proviande-Verwaltungsrat beantragt beim Bundesamt für Landwirtschaft den Import von 700 t Schlachtkörpern (rund 2500 Kühen) von Verarbeitungskühen für die Zeitperiode vom 3. bis 30. Oktober. Damit wird nach einem Importstopp im September wieder Kuhfleisch importiert. Damals hatte unter anderem ein Boykottaufruf per SMS dazu beigetragen, dass nach einem regelrechten Preissturz um 1.20 Fr./kg auf 7.30 Fr./kg binnen eines Monats weniger Vieh auf die Märkte kam und dadurch der Preis nicht weiter einbrach.

Hinter dem Aufruf steckte eine Gruppe von Viehzüchtern und Politikern. Diese zeigen sich zwar nicht erfreut über die Importe, wie deren Sprecher Emil Zwingli sagt. Aber immerhin sei der Preis nun wieder auf 7.50 Fr./kg gestiegen. «Auch wenn im Herbst mehr Vieh kommt, darf der Preis nicht mehr gedrückt werden. Sonst darf die Proviande zu diesem Zeitpunkt nie mehr Importe bewilligen», so Zwingli. Denn die Bauern dürften ja aus Tierschutzgründen ihre Ställe für die Winterfütterung nicht überfüllen.

Boykott-SMS

«Schlachtkühe sind die nächsten vier Wochen zurückzuhalten, ausser jene, die wirklich wegmüssen. Verspielen können wir nicht viel. Es hat ein knappes Angebot an Kühen. Futter ist genug da. Die Zeit ist ideal, ist noch nicht November.»

Hinter diesem Aufruf standen die vier Nationalräte Andreas Aebi (SVP, BE), Toni Brunner (SVP, SG), Marcel Dettling (SVP, SZ), Erich von Siebenthal (SVP, BE), dann BIG-M-Präsident Martin Haab, Mettmenstetten ZH, sowie die Viehzuchtvertreter Markus Gerber, Präsident Swissherdbook, Peter Allemann, Untervaz GR, Wendolin Casutt, Falera GR, Ruedi Bachofen, Aathal ZH und Emil Zwingli, Wattwil SG.


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