5.03.2014 16:21
Quelle: schweizerbauer.ch - Doris Grossenbacher
Getreide
Zu wenig Schweizer Mehl für Biobrote
Auf 73 Prozent der gesamten Biobrotgetreidefläche wächst Weizen. Trotzdem kann damit nur ein Drittel des Bedarfs gedeckt werden.

4485 Hektaren Brotgetreide wurden letztes Jahr in der Schweiz biologisch bewirtschaftet. Dies seien 5,3 Prozent der gesamten Brotgetreidefläche, wie das Bundesamt für Landwirtschaft in einem Marktbericht schreibt.

Weizen ist mit 3284 Hektaren das am häufigsten biologisch angebaute Brotgetreide. Auf Rang zwei und drei liegen Dinkel und Roggen. Betrachtet man jedoch den Bioanteil an der Gesamtfläche der jeweiligen Getreidearten zeigt sich ein anderes Bild: Den weitaus höchsten Bioanteil weist die Hirse auf. 69% der Hirseflächen in der Schweiz werden biologisch bewirtschaftet. Beim Dinkel sind es knapp 24%, beim Einkorn 16%. Weizen hat lediglich einen Bioanteil von 4,2% an der gesamten Weizenfläche.

Der grösste Abnehmer von Schweizer Biogetreide ist Coop. «Im vergangenen Getreidejahr (2012/2013) haben wir ca. 50 Prozent vom Schweizer Biobrotgetreide übernommen», sagt Coop-Mediensprecher Urs Meier. «Coop führt zwischen 40 und 50 Biobrotsorten im Sortiment.» Doch das einheimische Biogetreide reiche bei Weitem nicht aus, um die Nachfrage zu decken.

Im von der Bio Suisse errichteten Pool Biobrotgetreide werde die Vermarktung koordiniert. Gemäss Meier betrugen die Inlandanteile im Getreidejahr 2013/2014 beim Weizen 33 Prozent, beim Roggen 35 Prozent und beim Dinkel 60 Prozent. Die restlichen Mengen wurden importiert.

«Für die Migros produziert die Jowa 22 Biobrote», schreibt Migros-Mediensprecherin Monika Weibel. «Je nach Filiale variiert das Angebot.» Vom Biomehl, das die Jowa verarbeite, stamme aktuell rund ein Drittel aus der Schweiz, eine Menge von 834 Tonnen jährlich. Die Migros möchte den Anteil gerne erhöhen und nimmt deshalb auch Getreide aus der Umstellphase an.  

 

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