19.06.2020 17:45
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/mgt
Zucker
Zucker: Ausblick vorsichtig optimistisch
Die Schweizer Zucker AG (SZU) verzeichnet aufgrund von Ernteinbussen ein schwieriges Geschäftsjahr 2018/19. Doch der stark wachsende Bio-Anteil konnte vieles auffangen. Beim Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr zeigt sich die SZU vorsichtig optimistisch.

Wegen einer wetterbedingten schlechten Ernte musste die SZU für das Geschäftsjahr 2018/19 zwar eine Umsatzeinbusse in Kauf nehmen, doch konnten die Verkäufe dank dem guten Biozuckergeschäft gehalten werden, schreibt die SZU in einer Mitteilung.

Jahresgewinn von 86’000 Franken

Der durch die Erntemenge definierte Umsatz fiel gemäss SZU von 210 auf 197 Millionen Franken. Die Verkäufe jedoch konnten dank dem Biozuckergeschäft gehalten werden und zudem konnten Importe den Rückgang des Lagerbestandes limitieren. Nach wie vor führen tiefen EU-Zuckerpreise auch zu tiefen Preisen bei Schweizer Zucker. Das Rübengeld reduzierte sich entsprechend auf 80 Millionen Franken und der Warenaufwand auf 152 Millionen Franken. Der Betriebsaufwand konnte von 56 auf 51 Millionen Franken gesenkt werden. 


Der Cashflow sank stark von 11 auf 2,4 Millionen Franken. Zur Stützung des Rübenpreises löste die SZU über 6 Millionen Franken Rückstellungen auf. Diese Rückstellungen wurden in früheren Jahren speziell im Hinblick auf die wegen der Neuordnung der EU-Zuckermarktordnung tieferen Preise für Zucker gebildet. Nach Abschreibungen resultiert ein Jahresgewinn von 86’000 Franken.

Schwieriges Rübejahr 2018

Die Ernte 2018 war sehr schwierig. Die extreme Trockenheit und der damit verbundene starken Krankheitsbefall setzte den Rüben zu. Schliesslich konnten aus 1,35 Millionen Tonnen konventionellen und 60’000 Tonnen Biorüben 208’000 Tonnen konventioneller und 8’600 Tonnen Biozucker produziert werden. Die Verkaufsmenge einschliesslich des Biozuckers war mit 260’000 Tonnen nahezu stabil gegenüber dem Vorjahr.

In diesem Jahr konnte Rückgang bei den Anbauflächen gestoppt werden. Die Anbauflächen konnten bei knapp 18'000 Hektaren stabilisiert werden, bei einer leichten Zunahme der Biorüben. Nach einem milden und feuchten Winter konnte die Rübensaat bis Mitte April 2020 abgeschlossen werden. Trotz dem eher schwierigen Start in die Saison präsentieren sich die Rübenfelder derzeit zufriedenstellend, allerdings mit grossen Unterschieden zwischen einzelnen Regionen, schreibt Schweizer Zucker.

2020 sieht besser aus

Im laufenden Geschäftsjahr sind die Preise bis vor dem Corona-Ausbruch kontinuierlich angestiegen. Seither sind die Preise am Weltmarkt wieder etwas zurückgekommen, in der EU blieben sie jedoch weitgehend stabil. 

Erfreulich sind die Entwicklungen bei den nachhaltigen Projekten. Bei IP-Suisse kommt im laufenden Jahr «Coop» als Vermarktungspartner hinzu. Die Anbaufläche konnte in diesem Bereich massiv ausgebaut werden. IP-Suisse Zuckerrüben werden ohne Insektizide und Fungizide angebaut. Auch beim Schweizer Biozucker konnte der Anbau 2020 um 50 Prozent erhöht werden.

Auch die IP-Anbaufläche, auf welcher ohne Insektizide und Fungizide produziert wird, konnte massiv ausgebaut werden. Beim Schweizer Biozucker konnte der Anbau per 2020 sogar um 50 Prozent erhöht werden.

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