22.11.2017 14:04
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Bern
Schoggigesetz, Grenzschutz und GMF
An der Delegiertenversammlung von Swiss Granum standen die künftigen Herausforderungen sowie das aktuelle Erntejahr im Fokus.

Präsident Fritz Glauser hob in seiner Eröffnungsrede die ungleichen Brotgetreide-Ernten der Jahre 2016 und 2017 hervor, schreibt Swiss Granum - Branchenorganisation Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen - in einer Medienmitteilung. Trotz fast gleicher Fläche, gleicher Saatgutmenge je Hektar und gleicher Pflege resultierten deutlich unterschiedliche Erntemengen. Dies zeige, dass man mit der Natur arbeite. Die Branche habe jedoch dank einer guten Zusammenarbeit gemeinsam Lösungen erarbeitet.

Glauser ging auch auf künftige Herausforderungen ein. So etwas die Nachfolgeregelung zum Schoggigesetz und den Erhalt des Grenzschutzes. Für die Ackerkulturen und deren Wertschöpfungsketten sei Grenzschutz unumgänglich sei, machte Glauser deutlich. Er fordert den Bundesrat auf, seine zukünftige Agrarpolitik dahingehend zu überarbeiten. Die Nachfolgeregelung beim Schoggigesetz soll es Produzenten, Mühlen und den exportierenden Verarbeitern ermöglichen, Marktanteile halten zu können.

Im Erntejahr 2017 gab es einen Überschuss an Brotgetreide. Aktuell werden Massnahmen zur Marktentlastung diskutiert und im Dezember werden Diskussion zum künftigen Mengen-Management aufgenommen.

Stephan Scheuner, Direktor von Swiss Granum, hob die Anrechnung der Mühlennachprodukte als Grundfuttermittel im Programm GMF (Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion) ab dem 1. Januar 2018 hervor. Dadurch werde dank geschlossener Kreisläufe eine nachhaltige Ressourcenverwertung ermöglicht, so Scheuner. Er erwähnte auch die Bestrebungen der Marktpartner zur Ausarbeitung einer Branchenstrategie Veredelung zur Stärkung der Schweizer Futtermittelversorgung. 

Swiss Granum ist die Schweizerische Branchenorganisation Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen. Sie vereint die verschiedenen Dachorganisationen der Schweizer Wertschöpfungskette – von der Produktion bis zur Verteilung, über die verschiedenen Stufen der Verarbeitung und des Handels. Die Personen oder Betriebe sind über ihre Dachorganisation wiederum Mitglied von swiss granum. Die Branchenorganisation zählt 17 Mitgliederorganisationen, welche auf vier Interessengruppen verteilt sind.

 


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