8.05.2015 08:55
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Syngenta
Syngenta lehnt Monsanto-Angebot (noch) ab
Der Agrarchemiekonzern Syngenta hat vom weltgrössten Saatgut-Hersteller Monsanto ein Übernahmeangebot erhalten. Die Amerikaner offerieren 449 Franken pro Syngenta-Aktie, die am Donnerstag auf 332,70 Fr. geschlossen hatte. Trotzdem weist Syngenta die als unfreundlich taxierte Offerte zurück, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

«Syngenta bestätigt, dass von Monsanto ungefragt ein Übernahme-Angebot zu einem Preis von 449 Fr. je Syngenta-Aktie mit einem Baranteil von 45% eingegangen ist», heisst es so in einer Mitteilung vom Freitag. Der Verwaltungsrat habe nach eingehender Analyse und unter Beizug von Rechts- und Finanzexperten einstimmig beschlossen, die unerbetene Übernahmeofferte abzulehnen, teilte Syngenta am Freitag mit.

Das Angebot bewerte Syngenta angesichts der Zukunftsaussichten zu tief und unterschätze die bedeutenden Risiken einer solchen Transaktion wie behördliche Genehmigungen und die öffentliche Meinung, heisst es weiter. Der Vorschlag von Monsanto sei nicht im besten Interesse von Syngenta, der Aktionäre und anderen Anspruchsgruppen. Die Basler betonen zudem, es sei auf Kurs, die für das laufende Jahr angestrebten Einsparungen von 265 Mio. Dollar zu erreichen. Zudem bestätigte Syngenta das Sparziel von 1 Milliarde bis 2018.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am frühen Freitagmorgen, dass der US-Argrarchemiekonzern Monsanto eine 45 Mrd. Dollar Offerte für den Konkurrenten Syngenta unterbreitet habe. Die Amerikaner boten dabei 450. Fr. je Syngenta-Aktie und damit rund 35 Prozent mehr als das Papier zuletzt am Markt wert war. 

Um Syngentas Bedenken bezüglich Kartellbehörden zu zerstreuen, habe Monsanto den Verkauf von Geschäften signalisiert, so Bloomberg. Beide Konzerne zusammen kämen laut Daten von 2014 auf Umsätze von mehr als 30 Mrd. US-Dollar. Sie wären damit deutlich grösser als die Konkurrenten Bayer und Dupont in diesem Geschäft.

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