Sonntag, 11. April 2021
15.02.2021 10:10
Fleischersatz

Labor-Fleisch bezahlbar machen

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Von: AgE

Ein israelisches Unternehmen will In-vitro-Fleisch zu bezahlbaren Preisen in greifbare Nähe rücken lassen.

Die in Jerusalem ansässige Firma Future Meat Technologies hat nach eigener Darstellung ein Verfahren entwickelt, bei dem eine Pouletbrust im Labor zum Preis von umgerechnet rund 7,25 Fr. hergestellt werden kann.

Das Team um den Bioingenieur Yaakov Nahmias geht davon aus, dass die Kosten künftig noch deutlich gesenkt werden können. Darüber hinaus verspricht Future Meat Technologies, dass im Rahmen der Herstellung im
Vergleich zur klassischen Fleischproduktion 80 % weniger Treibhausgasemissionen freiwürden und wegen des technischen Prozesses nur 1 % der Fläche in  Anspruch genommen werde.

Für die gleiche Menge an Laborfleisch mit demselben Nährwert wie Geflügel aus dem Mastbetrieb wird nach Angaben des Unternehmens zudem 96 % weniger Wasser benötigt. Die Firma betont darüber hinaus, dass die Vermehrung der Zellkulturen vollständig ohne gentechnische Verfahren vorgenommen werde. Dies gelte ebenfalls für die Nährmedien, so dass der gesamte Prozess ohne gentechnisch veränderte Organismen (GVO) ablaufe.

Dabei sei die Methode nicht auf Geflügel beschränkt, sondern könne genauso mit den Zellen anderer Nutztiere durchgeführt werden. Laut Vorstandschef Rom Kshuk soll das Laborverfahren noch in diesem Jahr im großen Massstab in einer Pilotanlage unter praktischen Bedingungen getestet werden.

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3 Responses

    1. Vielleicht mal kurz überdenken und die Angelegenheit mit den anstehenden Abstimmungen abgleichen. Gut möglich, dass die Entwicklung nicht still steht. Wir sind ja schon auch froh unsere Produkte nicht mit der Sense ernten zu müssen.

  1. Ich sehe darin weltweit die grösste Veränderung in der Fleischproduktion, vielleicht nicht für unsere Generation. Die nächst oder übernächste hingegen wird sich vermutlich fragen, warum wir heute so viele Tiere geschlachtet haben und so viel Ressourcen dafür verschwendet haben.

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