Samstag, 22. Januar 2022
14.01.2022 11:29
Schlachtung

1 Prozent der Schlachttiere waren trächtig

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Von: mgt/mge

Trächtige Tiere sollen nur in nicht vermeidbaren Situationen und Notfällen geschlachtet werden. Um dies zu erreichen hat sich die Branche für erweiterte Massnahmen bei Rindern und Kühen ausgesprochen. Die neue Fachempfehlung tritt per 1. Februar 2022 in Kraft.

Die Schlachtung von trächtigen Rindern und Kühen ist in der Schweiz nicht verboten oder gesetzlich geregelt, ist aber zum Schutz der Muttertiere sowie der ungeborenen Jungtiere zu vermeiden. Deshalb bestehe seit 2017 eine Fachempfehlung, welche von einer Arbeitsgruppe unter der Leitung von Proviande periodisch überprüft werde, heisst es in einer aktuellen Mitteilung. Bei Bedarf würden die vereinbarten Massnahmen angepasst.

Die letzte Überprüfungsperiode habe ergeben, dass bei 1% der 114’192 kontrollierten Rinder und Kühen bei der Schlachtung eine Trächtigkeit festgestellt wurde. Bei 570 Tieren (0,5%) wurde infolge unbegründeter Schlachtung im Trächtigkeitszustand eine Gebühr erhoben. Mit zusätzlichen Massnahmen und Präzisierungen in der Fachempfehlung sollen auch diese Fälle noch verhindert werden. Die Tierhalter stehen dabei in der Hauptverantwortung, die bereits tiefe Zahl von unbegründeten Schlachtungen trächtiger Tiere weiter zu senken.

Deklarationspflicht hat sich bewährt

Als wichtiges Instrument zur Information über den Trächtigkeitsstatus eines Tieres bei einer Handänderung gelte die Deklaration auf dem Begleitdokument, schreibt Proviande auf ihrer Internetseite.

Eine Deklarationspflicht besteht für:

Rinder ab dem Alter von 15 MonatenKühe ab 5 Monaten nach dem letzten AbkalbedatumEin professionelles Herdenmanagement hilft dem Tierhalter den Trächtigkeitsstatus seiner Tiere jederzeit zu kennen. Im Zweifelsfall muss der Tierarzt eine Trächtigkeitsuntersuchung vornehmen.

Neue Massnahmen und Präzisierungen

Zur Schlachtung eines trächtigen Tieres wird ein tierärztliches Attest benötigt. Mit der Angabe des tiermedizinisch relevanten Grundes bestätigt der Bestandestierarzt die Notwendigkeit der Schlachtung.Die Trächtigkeitsuntersuchung im Schlachtbetrieb wird vereinheitlicht. Die sichtbar vergrösserte Gebärmutter muss nach einem Fötus abgetastet werden, was die Grundlage des Befundes darstellt.

Die Gebühr für unbegründete Schlachtungen trächtiger Tiere wird von Fr. 100.- auf Fr. 200.- angehoben.Bringen Tierhalter wiederholt unbegründet trächtige Tiere zur Schlachtung, sollen diese zusätzlich ermahnt werden. Die Schlachtauftraggeber können dazu eine Meldung an die Ombudsstelle Tierwohl von Proviande einreichen, welche dann via QM- bzw. Labelorganisationen oder via die Branchenorganisation Milch (grüner Teppich) eine Überprüfung der Betriebe bezüglich Herdenmanagement veranlassen kann.

Die aktualisierte Fachempfehlung wird vom Verwaltungsrat von Proviande sowie den involvierten Branchenvertretern unterstützt. Die pragmatisch gehaltenen Massnahmen tragen zur Wahrnehmung der Verantwortung der Tierhalter und damit zum Wohl und Schutz von Kühen und Jungtieren bei.

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16 Responses

  1. Es låuft einiges schlecht,in der Schweizeragrarpolitik.
    Wiso bekommt der Bauer Beiträge?Er macht bloss seinen Job.
    Jeder andere Büezer und Selbständige hat keine Möglichkeit für seine Leistungen,Cash von Bern einzuvordern!

    1. Immer das selbe Thema und man weiss nicht warum die Bauer die DZ bekommen. Ich hätte gerne eine Landwirtschaft ohne sogenannte von ihnen Beiträge. So würde mir weniger gesagt was ich muss und der Konsument soll für sein essen bezahlen was es wert ist. Das ewige ich gebe dir Geld dafür musst du und am ende heisst es du bekommst doch Geld einfach so vom Bund !

  2. Wehr ist der Bergjäger ? Sicher ein Bundes oder Stahtbeamter dem sein Jop nur erfunden wurde weil ein Studentenabgänger sonst nirgenswoh brauchbar war.

    1. Was für ein unsägliche Verbrechen! Die ganze Tierausnutz-Landwirtschaft gehört verboten, denn diese ist nichts anderes als ein Tierholocaust! Tiere sind keine Waren und Sachen, sondern fühlende Lebewesen, die genauso ein Anrecht auf ein glückliches und unversehrtes Leben haben wie wir Menschen! Verbietet endlich dieses Massaker, diesen Holocaust an den Tieren!

      1. Ob sich Frau Zellweger such so wehement einsetzt gegen den grössten Menschenversuch aller Zeiten, mit den neuen, auf Langzeitschäden ungeprüften Corona – Impfstoffen?

        1. Ich kann Frau Zellerger sehr gut verstehen. Aber in ihrem Kommentar sehe ich keinen gesunden Menschenverstand.
          Es gibt zwei Kategorien von Tieren. Die eine glaubt, dass es zwei Kategorien gibt, und die andere hat darunter zu leiden.

          1. Lupa (Wölfin) versteht das Offensichtliche nicht. Der gesunde Menschenverstand versteht es und drückt sich auch zu Recht oft und pointiert in dieser Kommentarspalte aus. Damit – wer weiss – vielleicht auch Menschen wie Lupa mal zur Besinnung kommen.
            Frau Edith Zellweger ist sicher eine sensible Persönlichkeit, die sich fatalerweise auf ihre Ideologie eingeschworen hat. Sie sollte mal zur Vernunft gelangen.

      2. Frau Zellweger, ihr Vergleich ist ein Hohn für alle wirklichen Holocaust Opfer. Übrigens sind auch wir Bauern fühlende Lebewesen und haben diese dauernde und in weiten Teilen ungerechtfertigte Kritik nicht verdient.

          1. Lupa kennt Jeremias Gotthelf und den Geist, den ihn beseelte mit Bestimmtheit nicht. Gotthelf glaubte, dass der Mensch eine besondere Stellung einnimmt und er glaubte der Bibel. Lupa ist selber eher ein Tier, als ein Mensch, weil er Gottes Wort verwirft. Lupa heisst ja Wölfin (Homo Homini Lupus est: Der Mensch ist des Menschen Wolf).

  3. Wen’s interessiert: 2020 auf 1000 Geburten 127 Abtreibungen in der CH. Nicht bei einer Tiergattung, sondern bei dem höheren Lebewesen Mensch.
    Frau Zellweger schweigt…

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