Sonntag, 24. Oktober 2021
18.09.2021 10:34
Schweine

Angebotsüberhang am EU-Schweinemarkt

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Von: aiz

Anhaltend schwierige Verhältnisse mit seitwärts bis abwärts tendierenden Preisen prägen derzeit den europäischen Schweinemarkt. 

Der Hauptgrund für die prekäre Lage ist der fehlende Abfluss der EU-Überproduktion über das Exportventil in den asiatischen Markt. In Deutschland fehlt zunehmend Personal an den Schlacht- und Zerlegebändern.

Abwerbeaktionen anderer Branchen haben den entstandenen Engpass verursacht. Dieser verringert nun die Aktivität an der Schnittstelle zwischen Lebend- und Fleischmarkt. Der Druck am Fleischmarkt sinkt dadurch, während gleichzeitig die Rückstaubildung vor den Schlachthoframpen und rückwirkend bis zum Ferkelmarkt steigt. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) hat dennoch ihren Basispreis für Schlachtschweine gegenüber der Vorwoche unverändert belassen.

In Frankreich, wo den Sommer über stabile Notierungen dominierten, tendieren mittlerweile die Preise dem EU-Trend folgend nach unten. Durchaus saisontypisch ist der Preisverfall in Spanien, nachdem der Großteil der Urlauber die iberische Halbinsel wieder verlassen hat.

In Österreich befindet sich der Schlachtschweinemarkt im Gleichgewicht. «Das leicht steigende, aber immer noch unterdurchschnittliche Angebot entspricht dem aktuellen Bedarf an heimischer Ware, sodass nur ausnahmsweise einzelne Partien ein bis zwei Tage später als gewünscht am Schlachthaken enden», berichtet Johann Schlederer von der Schweinebörse. In der Fleischbranche zeigen sich Verarbeiter verärgert, da Branchenkollegen bei der Verarbeitung von EU-Rohstoff aktuell signifikante Wettbewerbsvorteile geniessen.

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