Freitag, 30. September 2022
11.08.2022 10:14
Fleischmarkt

Bell: Geschäft normalisiert sich

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: awp

Der Fleischverarbeiter und Convenience-Spezialist Bell hat im ersten Halbjahr 2022 den Umsatz leicht gesteigert. Dabei profitierte das Unternehmen auch von höheren Verkaufspreisen, wogegen der Wechselkurs einen negativen Einfluss hatte.

So legte der Nettoumsatz um 6,2% auf 2,11 Mrd. Fr. zu, wie das mehrheitlich Coop gehörende Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das Wachstum sei auf die Erholung des Geschäftsfeldes Convenience, die erhöhte Auslastung im Betrieb im österreichischen Marchtrenk sowie auf rasch umgesetzte Preiserhöhungen aufgrund der Teuerung zurückzuführen.

Normalisierung trat ein

In Bezug auf die Corona-Situation habe sich die erwartete Normalisierung ergeben. Entsprechend habe sich der Absatzkanal Food Service deutlich erholt, wogegen die coronabedingt hohen Retailumsätze wieder etwas zurückgingen.

Der mit einem Umsatzanteil von der Hälfte grösste Bereich Bell Schweiz hat den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nur knapp gehalten. Hauptverantwortlich dafür ist die Veränderung im «Kanalmix» durch den Rückgang der Retailumsätze nach Corona.

Der Bereich Bell International sowie die drei neu geschaffenen Geschäftsbereiche Eisberg, Hilcona und Hügli legten dagegen allesamt zweistellig zu. Die letzten drei Bereiche gingen bei der jüngsten Neuorganisation aus dem ehemaligen Bereich Convenience hervor.

Teuerung nicht ganz auffangen

Die Preiserhöhungen reichten nicht aus, um die Inflation vollständig aufzufangen. So reduzierte sich der Betriebsgewinn (EBIT) um 2,6% auf 63,0 Mio. Fr. und die entsprechend Marge um 20 Basispunkte auf 3,0%. Er lag aber noch immer über dem Wert von 2019 vor der Pandemie.

Der Reingewinn lag wegen der negativen Währungsentwicklung mit 40,2 Mio. Fr. um knapp einen Fünftel unter dem Vorjahreswert. Damit lag das Reinergebnis etwas hinter den Erwartungen zurück, mit dem operativen Ergebnis und dem Umsatz hat Bell aber besser abgeschnitten als gedacht.

Preissituation angespannt

Für das Gesamtjahr 2022 macht das Unternehmen nach wie vor keinen konkreten Ausblick. Solange die unsichere weltpolitische Lage anhalte, werde die Beschaffungs- und Preissituation angespannt bleiben, heisst es mit Blick nach vorne.

«Wir gehen davon aus, dass die Teuerung auch in der zweiten Jahreshälfte weiter ansteigen und daher einen Einfluss auf das Jahresergebnis haben wird», lässt sich in der Mitteilung CEO Lorenz Wyss zitieren. Von der Inflation und der Corona-Situation hänge der weitere Verlauf des Geschäftsjahres weitgehend ab. Wyss geht indes davon aus, dass die Normalisierung des Kanalmixes auch in der zweiten Jahreshälfte weitergehen wird.

Mehr zum Thema
Markt & Preise

Alnatura-Geschäftsführer Götz Rehn sieht dunkle Wolken auf den Biomarkt zukommen. - David Eppennberger Der deutsche Biolebensmittelmarkt scheint aktuell besonders unter Druck. Alnatura-Geschäftsführer Götz Rehn warnte Anfang vergangener Woche gegenüber der…

Markt & Preise

Ob und wie viel die Preise an den Tanksäulen weiter sinken, hängt von mehreren Faktoren ab. - Engin Akyurt Der Ölpreis ist in den vergangenen Wochen und Monaten stark gesunken.…

Markt & Preise

Die Schweiz ist beim Dünger vollkommen auf Importe angewiesen. - agrarfoto Die Düngerpreise sind in den vergangenen Monaten regelrecht in die Höhe geschossen. Grund dafür sind die hohen Energiekosten. Laut…

Markt & Preise

In den Migros-Läden wird maximal auf 19 Grad geheizt. - Migros Wegen drohender Energieknappheit wollen Migros und Coop ab Herbst die Temperatur in ihren Läden und Einkaufszentren auf 19 Grad…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE