Donnerstag, 4. März 2021
17.02.2021 15:54
Biolandbau

Biofläche steigt auf 72 Millionen Hektar

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Von: mgt/blu

Der positive Trend im Biosektor der vergangenen Jahre setzt sich fort. Die Nachfrage nach Bioprodukten nimmt weiterhin zu. Und die Biofläche wächst, wie die Zahlen aus inzwischen 187 Ländern zeigen.

Die Zahlen stammen aus der jüngsten Ausgabe der Studie «The World of Organic Agriculture». Dieses statistische Jahrbuch zum weltweiten Biolandbau geben das FiBL und der Weltdachverband des Biolandbaus IFOAM – Organics International gemeinsam heraus. 

3,1 Millionen Bioproduzentinnen 

Und die Studie kommt zu einem positiven Fazit. Der globale Markt für Bioprodukte belief sich 2019 auf über 106 Milliarden Euro. Die grössten Märkte sind die Vereinigten Staaten (48,3 Milliarden Franken), gefolgt von Deutschland (12,95 Mrd. Fr.) und Frankreich (12,2 Mrd. Fr.).

2019 verzeichneten wichtige Märkte ein zweistelliges Wachstum. So wuchs beispielsweise der französische Biomarkt um mehr als 13 Prozent. Am meisten gaben Dänen und Schweizer 2019 für Biolebensmittel aus (371 respektive 365 Franken pro Kopf). Den höchsten Biomarktanteil wies Dänemark auf (12,1 Prozent).

2019 gab es weltweit 3,1 Millionen Bioproduzentinnen. Die führenden Länder waren Indien (1’366’000), Uganda (210’000) und Äthiopien (204’000).

Die Hälfte der Fläche in Australien

72,3 Millionen Hektar Landwirtschaftsfläche wurden Ende 2019 biologisch bewirtschaftet. Das sind 1,6 Prozent oder 1,1 Millionen Hektar mehr als 2018. Australien ist gemäss FiBL das Land mit der grössten Biolandbaufläche (35,7 Millionen Hektar), gefolgt von Argentinien (3,7 Millionen Hektar) und Spanien (2,4 Millionen Hektar).

Aufgrund der grossen Fläche in Australien liegt die Hälfte der globalen Biolandwirtschaftsfläche in Ozeanien (36,0 Millionen Hektar), gefolgt von Europa (16,5 Millionen Hektar) und Lateinamerika (8,3 Millionen Hektar). In sämtlichen Kontinenten nahm die Fläche zu, ausser in Asien (hauptsächlich aufgrund eines Rückgangs der biologischen Anbaufläche in China) und Ozeanien.

16 Länder mit 10 Prozent Biofläche

Gemäss FiBL werden weltweit 1,5 Prozent der Landwirtschaftsfläche biologisch bewirtschaftet. Zahlreiche Länder haben jedoch einen viel höheren Anteil.

Die Länder mit dem höchsten Bioanteil an der gesamten Landwirtschaftsfläche sind Liechtenstein (41,0 Prozent), Österreich (26,1 Prozent) sowie São Tomé und Príncipe (24,9 Prozent). In 16 Ländern werden mindestens 10 Prozent der Landwirtschaftsfläche biologisch bewirtschaftet.$

Der Trend zu mehr Biofläche und mehr Biokonsum habe mit Corona-Pandemie in vielen Ländern zu einem deutlichen Anstieg der Nachfrage nach Bioprodukten geführt. «Wir erwarten, dass wir die Auswirkungen der Pandemie auf den Biosektor mit den Daten für 2020 sehen, die in einem Jahr vorliegen werden», sagt Helga Willer, die die Herausgabe des statistischen Jahrbuchs am FiBL verantwortet.

6 Responses

  1. Von 187 Ländern werden nur in 16 Ländern mehr als 10% der Landwirtschaftsfläche biologisch bewirtschaftet. D.h ein sehr kleiner Anteil der Gesamt-Nahrungsproduktion stammt aus biologischem Anbau.
    Bio-Konsum ist ein Trend- und Wohlstandsphänomen. Die Reichen und die „Guten“ (Gutmenschen) und die „Klugen“ („Gesundheitsbewussten“) kaufen Bio-Produkte ein.
    Wie aus den Zahlen ersichtlich dürfte das Potential von Bio gewaltig überschätzt werden. Bio geht auch immer mit Bevölkerungsreduktion einher.

    1. Die Armen essen auch Bio, sie haben gar kein Geld um all das Gift zu kaufen. Damit es geklärt ist wegen Bevölkerungsreduktion, dass Biobauern nicht spritzen beim Sex ist nur ein Witz.

      1. Die grüne Bioidylle setzt eine stark verminderte Bevölkerung voraus. Oder die Bevölkerungsminderung folgt der Biowelle, weil das pflanzliche und tierische (Wölfe, Bären,… ) Leben höher geachtet wird als das menschliche. Die Reduktion wird durch ideologische Gehirnwäsche, Wirtschaftsverhinderung und Nahrungsknappheit vollzogen.

  2. bio heisst nicht das die produkte nicht behandelt werden mit allerlei mitteln,die recht fragwürdig und problematisch sein können. unbehandelte produkte werden gar nicht gekauft,auch nicht von gutmenschen.

    1. Komisch, ich verkaufe jährlich mehrere Tonnen völlig unbehandelte Kartoffeln und die Leute essen sie. Und sie kommen immer wieder und kaufen neue. Was doch die Leute alles für Stuss in die Kommentare schreiben.

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