Montag, 28. November 2022
23.09.2022 13:00
Getreidemarkt

Erntemengen deutlich nach unten korrigiert

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Von: aiz

Der Dachverband des Getreidehandels in der EU, Coceral, schätzt in seiner September-Prognose die Erntemengen bei Mais, Sonnenblumen und Soja deutlich tiefer ein. Grund dafür sind die fehlenden Niederschläge. 

Die laufende Maisernte der EU-27 gegenüber jener vom Mai statt 65,99 Mio. t wird nurmehr auf 51,94 Mio. t veranschlagt. Das ist als Folge der sommerlichen Hitze und Dürre ein Einbruch der Maiserzeugung zum Vorjahr (70,20 Mio. t) um 26%.

Deutlich unter Fünfjahres-Schnitt

Weiters soll bei den im Herbst zur Ernte anstehenden Sommerungen der Ertrag von Sonnenblumen mit 9,01 Mio. t um 1,66 Mio. t schwächer ausfallen als in der Mai-Schätzung und etwa soviel hinter dem Vorjahresergebnis bleiben. Die Sojabohnenproduktion liegt nun bei 2,78 Mio. t nach 3,16 Mio. t im Mai-Bericht und ebenfalls unter den 3,04 Mio. aus 2021.

Das jüngste MARS-Bulletin des EU-Agrarwetterdienstes konstatiert, die jüngsten Regenfälle in Europa seien für die Sommerungen in etlichen Regionen zu spät gekommen. Die Ertragserwartungen für Mais, Sonnenblumen und Sojabohnen liegen deutlich unter dem mehrjährigen Durchschnitt.

Demnach senken die Agrarmeteorologen der EU gegenüber ihrem August-Bulletin den Hektarertrag von Körnermais um 4% auf nunmehr 19% unter den Fünfjahres-Schnitt, die von Sonnenblumen bleiben unverändert zum Vormonat 13% unter dem Wert der vergangenen fünf Jahre und die Prognose für Sojabohnen verschlechtert sich um 2% auf nunmehr 17% weniger als der Schnitt der letzten fünf Jahre.

Schlechtere Maisprognosen

Die Herabsetzung der Maisprognose begründet Coceral mit verschlechterten Witterungsbedingungen während der Bestäubung in Ungarn, Rumänien, Frankreich, Italien und Deutschland. Im Gegensatz dazu soll Polen neuerlich eine üppige Maisernte von 7 Mio. t einfahren können und damit der drittgrösste Maisproduzent in der EU nach Frankreich und Rumänien sein.

Einen eklatanten Abfall der Produktion zum Vorjahr sieht der Verband in Ungarn bei Mais von 6,47 Mio. t auf 3,13 Mio. t sowie auch bei Weichweizen von 5,30 Mio. t auf 3,87 Mio. t.

EU erntet auch weniger Getreide insgesamt

Der Getreidehandel sieht auch die schon im Sommer eingebrachte Weichweizenernte der EU-27 mit 125,57 Mio. t kleiner als im Mai und ebenso schwächer als im Vorjahr mit 129,45 Mio. t. Hitze und Dürre haben die Erwartungen für Ungarn und Spanien weiter gedrückt, so der Verband. Ebenso verhält es sich mit der gesamten Getreideproduktion der Union: Deren jüngste Schätzung beträgt 264,58 Mio. t  – weniger als die vorige Prognose von 285,66 Mio. t und die 287,77 Mio. t von 2021.

Wenngleich auch um 0,74 Mio. t weniger als im Mai, soll die Gerstenernte 2002 von 52,40 Mio. t jene des Vorjahres von 52,05 Mio. t leicht übertreffen. Bei den Ölsaaten soll heuer mit 19,53 Mio. t mehr Raps als die 17,42 Mio. t im Vorjahr erzielt worden sein, die Prognose steigt gegenüber Mai um 1,13 Mio. t.

Einschliesslich Vereinigtes Königreich erntet demnach die ehemalige EU-28 heuer 287,9 Mio. t Getreide, deutlich weniger als in der Mai-Prognose mit 309,5 Mio. t und als im Vorjahr mit 309,8 Mio. t. Die Weichweizenproduktion in diesem Raum setzt Coceral mit 140,5 Mio. t an – unter den 143,0 Mio. t der vorigen Prognose und den 143,4 Mio. t des Jahres 2021.

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2 Responses

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