Donnerstag, 4. März 2021
30.10.2017 11:47
Holz

Holz: Erfreuliche Marktsignale

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Von: Doris Bigler

Die Waldbesitzer und die Holzindustrie konnten sich nicht auf gemeinsame Richtpreise einigen. Wald Schweiz findet angesichts der Wirtschafts- und Währungslage, eine Preiserhöhung um 3 Fr./Fm sei gerechtfertigt.

In Europa und in der Schweiz enwickelt sich die Wirtschaft gut. Der Holzbau in der Schweiz boomt, und die regionale Beschaffung des Rundholzes für Holzbauten nimmt zu. Dies kurbelt die Nachfrage nach Schweizer Holz an. Auch die deutschen und österreichischen Sägewerke arbeiten auf Hochtouren.

Keine Einigung

Die Import-Schnittholzpreise sind daher in letzter Zeit laufend angestiegen. Dazu kommt, dass der Eurokurs in den letzten drei Monaten  von 1.08 auf 1.15 Fr. geklettert ist. Dies ist die aktuelle Markteinschätzung der Holzmarktkommission, bestehend aus Vertretern der Waldbesitzer (Wald Schweiz) und der Holzindustrie.

Trotz der erfreulichen Marktsignale konnten sich die beiden Parteien an ihrer Sitzung vom 16. Oktober nicht auf eine gemeinsame Richtpreisempfehlung einigen. Es sei «unverständlich», dass sich die Schweizer Schnittholzpreise unter diesen Umständen kaum nach oben bewegen liessen, schreibt Wald Schweiz in seiner Mitteilung zum Treffen. Er empfiehlt eine Richptreiserhöhung für Nadelholz um 3 Fr./Fm. Holzindustrie Schweiz hingegen belässt die meisten Richtpreise gegenüber der Preisempfehlung vom Juni 2017 unverändert.

Regionale Unterschiede

Regional präsentiert sich der Schweizer Sägeholzmarkt unterschiedlich. In den Kantonen Schaffhausen, Zürich, Thurgau und St.Gallen, die teilweise stark von Sturmschäden und Käferholz betroffen sind, übernahmen die Sägereien bereits viel Schadholz. Somit sind sie sehr gut mit Rundholz versorgt und bevorratet. «Teilweise bis Ende Jahr», wie Wald Schweiz schreibt. 

In allen anderen Regionen werde frisches Holz gesucht. Die Nachfrage nach frischem Nadelstammholz (Fichte/Tanne) von guter Qualität ist hoch. Auch Douglasie, Lärche und Föhre können gut vermarktet werden. Beim Laubholzabsatz und bei den Laubholzpreisen sind im Vergleich zum Vorjahr keine grossen Veränderungen zu erwarten.

Preise vergleichen

Der Verband der Waldbesitzer empfiehlt, Nutzungen nur auszuführen, wenn der Absatz gesichert und klare Preise vereinbart sind.  Prioritär sollten Kunden beliefert werden, die sich an den von der Waldseite empfohlenen Preisen orientieren. Bei entsprechender Nachfrage sollte der Einschlag vor allem im Laubholz und in gemischten Schlägen früh beginnen. Die Holzmarktkommission trifft sich wieder am 16. Januar 2018, um die Lage neu zu beurteilen.

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