Samstag, 28. Mai 2022
22.12.2021 16:00
Futterbau

Körnermais-Ernte eingebrochen

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Von: blu

2021 war für die meisten Ackerkulturen kein gutes Jahr. Die ungünstige Witterung hat sich negativ auf die Erntemengen von Sonnenblumen und Körnermais ausgewirkt. Die geht aus der Ernteerhebung der Branchenorganisation Swiss Granum hervor.

Der Sommer 2021 geht als nass, stürmisch und eher kühl in die Geschichte ein. Der Wind, Regen und Hagel haben beim Getreide Spuren hinterlassen. «Die Erntesituation war geprägt durch tiefe Erträge und tiefe Erntemengen bei allen Kulturen», teilte Swiss Granum bereits bei der Präsentation der Resultate der Getreideernte Ende Oktober mit.

Grosses Minus bei Brotgetreide

Die miese Witterung in den Sommermonaten hat sich negativ auf die Erntemenge und Qualität ausgewirkt. Beim Brotweizen lag das Minus im Vergleich zum Vorjahr bei 30,5 Prozent. Die Erntemenge lag bei 282’000 Tonnen, rund 103’000 Tonnen weniger als im Vorjahr.

Eine unterdurchschnittliche Ernte gibt es auch beim Futtergetreide zu verzeichnen. Die Erntemengen bei der Gerste sank um – 11.9% (-22’000 t) auf 164’000 Tonnen. Beim Futterweizen ging die Menge um 22.6% (-15’000 t) auf 50’800 t zurück. Auch bei Triticale (- 19.4% auf 36’600 t) und Hafer (- 19.9% auf 4’560 t) fielen die Erntemengen deutlich tiefer aus als im vergangenen Jahr.

Auch Raps im Minus

Bei den Ölsaaten mussten die Produzenten auch tieferen Erntemengen in Kauf nehmen. Beim Raps machen sich die Auswirkungen der Witterung sowie zusätzlich der erhöhte Schädlingsdruck in einer tieferen Erntemenge bemerkbar. Gesamtschweizerisch konnte 12.5% (11’000 t) weniger Raps geerntet werden als im Vorjahr. 

Körnermais: -55%

Der Reigen der unterdurchschnittlichen Erntemengen setzte sich auch bei den Sonnenblumen und dem Körnermais fort. Bei Letzterem gibt es einen dramatischen Einbruch. Die Körnermaisernte 2021 liegt mit einer Menge von 97‘660 t, das ist ein Minus von 55 Prozent, deutlich unter der Vorjahresmenge.

Swiss Granum begründet den starken Rückgang einerseits durch die tiefen Erträge sowie die negativen Auswirkungen der Witterung, insbesondere des Hagels. Andererseits wurden gemäss Schätzung rund ein Viertel der Körnermaisfläche siliert.

Weniger Sonnenblumen, mehr Soja

Unterschiedliche Auswirkungen hatte die diesjährige Witterung auf die Erntemengen bei Sonnenblumen und Soja. Die Sonnenblumenernte fiel trotz einer um rund 300 ha grösseren Anbaufläche 9,4 Prozent tiefer aus als 2020. Grund dafür waren tiefere Erträge. Insgesamt wurden 11’142 t Sonnenblumen geerntet, davon entfielen zwei Drittel auf HO-Sonnenblumen (High-Oleic) und ein Drittel auf klassische Sonnenblumen.

Bei der Soja hingegen stieg die Erntemenge im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurde 5‘318 t geerntet, das entspricht einem Plus von knapp 2 Prozent. Die Fläche stieg ausschliesslich im Bio-Anbau (+ 220 ha), die Erträge hier waren jedoch fest gleich hoch wie 2020.

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