Samstag, 12. Juni 2021
08.06.2021 15:50
Holz

Laubholzwerk: Erfolgreiche Kapitalerhöhung

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Von: blu

Die Fagus Suisse SA verarbeitet in ihrem Holzwerk Schweizer Laubholz und produziert hoch belastbare Träger und Balken. Die im Dezember lancierte Kapitalerhöhung von rund 1,85 Millionen Franken war erfolgreich. Mit dem Kapital will das Unternehmen aus Les Breuleux (JU) am Markt weiter wachsen.

Wie Fagus Suisse am Montag mitteilt, war stiess die Kapitalerhöhung bei bestehenden und neuen Aktionären auf reges Interesse.

260 Aktionäre

Sämtliche 17’609 Namenaktien zum Ausgabepreis von 105 Franken wurden platziert. Damit stehen dem Sägewerk neue Mittel im Umfang von 1’85 Millionen Franken zur Verfügung. Insgesamt verfügt Fagus nun über 260 private und institutionelle Aktionäre aus der nationalen Wald-, Holz-, Bau- und Klimawirtschaft.

«Da das Interesse an Fagus Aktien anhält, stellt das Unternehmen auch nach der Liberierung von Ende Mai 2021 interessierten Anlegern Aktien aus einem Handelsbestand zur Verfügung. Kaufinteressenten melden sich bei Fagus», heisst es weiter. Mit dem Kapital will das Unternehmen am Markt zulegen. «Der Holzbaumarkt wächst weiterhin zweistellig», teilte Fagus am 2. Februar 2021 mit. Gemäss Prognosen soll die Holzbauquote von heute 15% deutlich steigen.

Produktion wird laufend gesteigert

Holz ist ein gefragter Rohstoff. Aufgrund der grossen internationalen Nachfrage nach Nadelholz sind die Holzpreise im Moment hoch. Die Preisaufschläge für Schweizer Holz seien aber noch verhalten, schreibt Fagus.  

Das Werk im Jura will die Produktion kontinuierlich steigern. Für 2021 wird mit einer Verdoppelung der Menge auf mindestens 1’200m3 gerechnet. 2022 soll der Output auf rund 2’500 m3 gesteigert werden.

Buchenholz ist in den Schweizer Wäldern reichlich vorhanden, bislang fehlte aber eine industrielle Produktionstechnik. Durch die Klimaerwärmung dürfte Laubholz immer wichtiger werden.

Holz wird regional geschlagen und verarbeitet

Fagus Suisse, ein vom Bund unterstütztes und von Waldbesitzern und privaten Investoren getragenes Jungunternehmen, hat in den letzten Jahren zusammen mit dem Departement Architektur, Holz und Bau der Berner Fachhochschule eine Technologie entwickelt, mit der sich das schwierig zu verarbeitende Buchenholz, aber auch andere Laubhölzer wie Esche, Eiche oder Kastanie, zu hoch belastbaren Trägern und Stützen formen lässt.

Im September 2020 wurde das Laubholzwerk in Les Breuleux (JU) eröffnet. Das Holz wird regional geerntet und gesägt und im Leimholzwerk zu fertigen Bauteilen verarbeitet. Die Wertschöpfung bleibt in der Region. Dank der eigenen Technologie kann gemäss Fagus Laubholz erstmals industriell und preisgünstig in der Schweiz hergestellt und für den Bau von Hallen, Hochhäusern und sogar Brücken eingesetzt werden. Laut Fagus sind Träger und Stützen aus Laubholz je nach Anwendung rund zwei- bis dreimal so stark wie das konventionelle Nadelholz.

Eingesetzt werden die Produkte des Werks beispielsweise bei Hochbauprojekten. «Aktuell steht das erste 74-Meter-Hochhaus mit einer Holztragstruktur aus Fagus Bauholz vor der Realisierung: ein Meilenstein für den Schweizer Ingenieur- und Laubholzbau, der das Potential von Fagus eindrücklich belegt», so Fagus.

Gemäss Fagus sind die Zeichen für Laubholz noch nie so gut. Das Unternehmen nennt folgende Gründe:

  • Der Holzbaumarkt wächst weiterhin überdurchschnittlich. Der Laubholzanteil wächst zweistellig, getrieben von forstwirtschaftlichen Belangen, dem modernen Hochleistungsholzbau sowie der Holzästhetik des Laubholzes.
  • Die seit Januar 2021 weltweit stark steigenden Holzpreise betreffen vor allem Nadelholz, da die ganze Industrie auf Nadelholz ausgelegt ist. Damit verringert sich die Preisdifferenz zwischen Nadel- und Laubholzprodukten.
  • Die bevorstehenden CO2-Regulierungen begünstigen den Holzbau weiter und motivieren Institutionelle Bauherren, Städte und Kantone, die sich zu Netto-Null verpflichtet haben, ihre Investitionsprojekte in Holzbau unter Anrechnung der CO2-Senkenleistung auszuführen.
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