Mittwoch, 17. August 2022
02.12.2021 18:04
Mostobst

Mostobst: Ramseier verarbeitet 28’000 t weniger

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Von: blu/lid

Die Grossmostereien der Ramseier Suisse AG haben die Verarbeitung des diesjährigen Mostobstes abgeschlossen. Das Erntevolumen liege unter dem Mehrjahresschnitt, die Qualität des Obstes war aber gut und verspreche guten Saft.

Gesamtschweizerisch seien insgesamt 46’505 Tonnen Mostobst in die gewerblichen Mostereien geliefert und verarbeitet worden, heisst es in einer Mitteilung der Ramseier Suisse AG. Davon 42’250 Tonnen Mostäpfel und 3’800 Tonnen Mostbirnen.  Die Erntemenge entspricht lediglich 49.5 Prozent einer durchschnittlichen Mostobsternte der letzten zehn Jahre.

«Mit 3800 Tonnen Mostbirnen wurde in diesem Jahr die kleinste Mostbirnenernte seit 1993 in den meldepflichten Mostereien verarbeitet», teilte der Schweizer Obstverband (SOV) im November mit. Die Ernte 2021 liegt damit rund 77 Prozent unter dem zehnjährigen Durchschnitt von 11’435 Tonnen. 

30’000 Tonnen weniger

Die Qualität des Obstes werde erfreulicherweise als gut eingeschätzt. Das Erntevolumen sei allerdings tiefer als der Mehrjahresschnitt, was auf die ungewöhnlich starken Unwetter im Sommer und die Frostnächte im Frühling zurückzuführen sei.

In den Mostereien der Ramseier Suisse AG im luzernischen Sursee und thurgauischen Oberaach seien dieses Jahr 20’000 Tonnen Mostäpfel und 1’800 Tonnen Mostbirnen der Schweizer Mostobsternte verarbeitet worden. Im vergangenen Jahr verarbeitete die Fenaco-Tochter 49’776 Tonnen Mostobst, davon 45’022 Tonnen Mostäpfel und 4’754 Tonnen Mostbirnen. Damit hat Ramseier in diesem Jahr rund 28’000 Tonnen Mostobst weniger verarbeitet als im Vorjahr.

Lager immer noch gut gefüllt

Trotz kleiner Erntemenge sei die Versorgung mit Ramseier-Produkten sichergestellt, teilt die Produzentin für Obst- und Fruchtsaftgetränke weiter mit. Die Ramseier Suisse AG habe in den Vorjahren mehr Mostobst verarbeitet als im Markt abgesetzt worden sei und verfüge noch über Lagerreserven, auf die nun zurückgegriffen werden könne. Insgesamt zieht das Unternehmen eine positive Mostobstbilanz 2021.

Da im vergangenen Jahr die Ernte so üppig ausfiel, sind die Tanks, trotz Export von Konzentraten, immer noch sehr gut gefüllt. Das wirkt sich erneut auf die Produzenten aus. Die Richtpreise für Mostobst liegen auf der Höhe des Vorjahres. Für gewöhnliche Mostäpfel wird dieser bei 26 Fr. pro 100 kg und für spezielle Mostäpfel bei 33 Franken festgelegt. 

Grundrückbehalt

Trotz der tiefen Erntemengen gibt es für die Bauern trotzdem Rückbehalte. Das Produktezentrum Mostobst hat für Suisse Garantie Mostobst einen Rückbehalt von drei Franken pro hundert Kilo beschlossen. Für Bio-Mostäpfel wurde erstmals ein Rückbehalt von zwei Franken pro hundert Kilo festgelegt.

Die diesjährigen Rückbehalte werden von der Branche auf die hohen Lagerbestände zurückgeführt. «Trotz umfangreicher Marktentlastungsmassnahmen im Jahr 2021 verfügten die Mostereien vor der Ernte über Lagerbestände, die den Bedarf von mehr als einem Jahr abdecken», schreibt denn auch der Obstverband. Zudem werden auch weniger Obstsäfte abgesetzt.

Gemäss Obstverband wird die tiefe Ernte 2021 wird zu einer Entlastung der Lagerbestände führen. Damit steigen auch die Chancen, dass im kommenden Jahr die Rückbehalte wegfallen könnten.

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