Donnerstag, 4. März 2021
22.09.2017 11:02
Bern

Schoggi braucht neue Innovationen

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Neue Produkte entwickeln und bestehende verbessern, das ist ein Muss für die Schweizer Schoggi-Industrie. Während die Inlandverkäufe seit vielen Jahren stagnieren, floriert der Export. Zwei Drittel der hierzulande hergestellten Schokolade geht inzwischen ins Ausland.

Zur Jahrtausendwende sei noch der grösste Teil der Schweizer Schokolade im Inland verkauft worden, heisst es beim Branchenverband Chocosuisse. «Heute ist das Exportgeschäft der wichtigste Wachstumsmotor der heimischen Schokoladeindustrie», stellt Vizedirektor Sevan Nalbandian fest. International wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen seien deshalb immer wichtiger.

Der Verkauf im Inland stagniert seit dem Jahr 2000 und in den letzten drei Jahren war er sogar leicht rückläufig. Aufgrund des starken Frankens könne zudem ausländische Schokolade günstiger importiert werden, stellt Chocosuisse fest. Der Importdruck nehme dadurch zu.

Schokolade erfreut sich weiterhin grosser Beliebtheit. Der Pro-Kopf-Konsum in der Schweiz bewegt sich seit den 1990er Jahren bei rund 11 Kilogramm pro Jahr. Der zweite Platz beim Pro-Kopf-Konsum der Industrieländern, den die Schweiz hinter Deutschland belegt, ist etwas trügerisch. Gemäss Branchenschätzungen werden nämlich rund ein Fünftel der Käufe von Schokolade in der Schweiz von Touristen und Grenzgängern getätigt.

Unterschiedliche Zusammensetzung

Kakaomasse, Kakaobutter, Zucker und Milchpulver sind die vier Grundstoffe, aus denen Schokolade besteht. Indem diese nach bestimmten Basisrezepten vermischt werden, entstehen die drei Schokoladegrundtypen: Dunkle Schokolade, Milchschokolade und weisse Schokolade. Dunkle Schokolade wird dabei ohne Milchpulver und weisse Schokolade ohne Kakaobutter hergestellt.

Über den Anteil der einzelnen Schokoladetypen am gesamten Konsum gibt es nur Schätzungen. Laut Chocosuisse liegt derjenige der Milchschokolade in der Schweiz bei rund 70 Prozent. Auf dunkle Schokolade entfallen rund 25 Prozent und auf weisse 5 Prozent. Aktuell besteht ein Trend zu mehr dunkler Schokolade.

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