Sonntag, 4. Dezember 2022
25.11.2022 08:00
Schweine

Suisseporcs unterstützt Marktentlastung

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: mgt/blu

Die zunehmenden Überhänge an Schlachtschweinen, die steigende Schlachtgewichte sowie die schlechten Aussichten haben das Führungsgremium von Suisseporcs bewogen, befristete Massnahmen zu unterstützen. So würden eine dramatische Situation und tierschutzrelevante Vorkommnisse während den kommenden Wochen verhindert, sagt die Organisation.

Der Verwaltungsrat Proviande habe an seiner Sitzung vom 18. November die Bildung eines Krisenstabes Schweinemarkt beschlossen, teilt Suisseporcs in einer Medienmitteilung mit.

Dieser solle innert Kürze einerseits Vergünstigungsaktionen durch den Bund sowie Exportmassnahmen durch die Branche prüfen. Abnehmer signalisieren, dass Exporte ins europäische Ausland grundsätzlich möglich sind. Für diese Finanzierung stehen aber laut Suisseporcs keine öffentlichen Gelder zur Verfügung.

Finanzierungslösung gefordert

Das Führungsgremium Suisseporcs fordert diesbezüglich eine ausserordentliche, branchenweite und befristete Finanzierungslösung. Unter der Voraussetzung, dass sich der Handel mit 0.05 Fr./kg Schlachtgewicht (SG) sowie auch die Abnehmer beteiligen, unterstütze Suisseporcs einen Beitrag durch die Schweineproduzenten mit 0.15 Fr./kg SG, heisst es weiter in der Mitteilung. Dieser solle während einer befristeten Periode und über alle gelieferten Schlachtschweine gelten.

Während dieser Zeitspanne können rund 50’000 Schlachtschweine, welche aktuell dem effektiven Überhang entsprechen, aus dem Schweizer Schweinefleisch-Markt herausgenommen werden. Damit engagieren sich die Schweinehaltenden aktiv zur Verhinderung einer dramatischen Marktlage während den Festtagen und sie bekämpfen die Gefahr von tierschutzrelevanten Vorkommnissen aufgrund von überbelegten Schweineställen

Suisseporcs, der Verband der Schweizer Schweinehaltenden, vertritt die Schweinezucht- und Mastbetriebe in der ganzen Schweiz gegenüber Markt, Behörden, Abnehmer, Politik, Wirtschaft, Organisationen sowie Konsumentinnen. Der Produzentenverband der Schweizer Schweinehaltenden ist regional in vier Sektionen aufgeteilt. Der Sitz des Verbandes ist in Sempach, Luzern.

Ferkelexport

Es handelt sich nicht um die erste Marktentlastungsmassnahme. Im Sommer 2022 wurden aufgrund der vollen Ställe Ferkel nach Deutschland exportiert. «Die Anicom hat im süddeutschen Raum eine Firma ausfindig gemacht, die sich auf die Vermarktung von Spanferkeln spezialisiert hat und die die gute Nachfrage kaum decken kann», sagte damals Meinrad Pfister, der Präsident des Schweineproduzentenverbandes Suisseporcs, zu «Schweizer Bauer». Man sei sich schnell einig gewesen, dass der Export der Jager nach Süddeutschland eine Möglichkeit wäre, den Markt zu entlasten.

«Dies ist die am wenigsten schlechte von schlechten Varianten», Das Schlachten von tragenden Muttersauen wollte die Branche mit allen Mitteln verhindern. Auch das Ausmästen der Jager in den überfüllten Zuchtbetrieben sei keine Alternative, das führe unweigerlich zu Tierschutzproblemen, sagte Pfister weiter.

Mehr zum Thema
Markt & Preise

Eine neue Studie besagt, dass sich die Lebensmittelpreise in Grossbritannien wegen des Brexits deutlich erhöht haben.Foto-Rabe Wegen des Brexits haben sich die Lebensmittelpreise in Grossbritannien einer neuen Studie zufolge deutlich…

Markt & Preise

Der Begriff Inflation bezeichnet einen anhaltenden Anstieg des Preisniveaus. Verkürzt gesagt: Inflation herrscht, wenn die Preise für eine grosse Anzahl an Waren, Produkten und Dienstleistungen steigen und nicht wieder sinken.…

Markt & Preise

Produziert wird das Futter von Utro Fikovit AG in Emmenbrücke LU.Fitkovit Der Futtermittelhersteller hat die Nachfolge geregelt. Das Unternehmen bleibt in Familienhand. Die Geschäftsführung wird übergeben. 1855 wurde die Utro…

Markt & Preise

Besonders Fleisch wurden in den britischen Supermärkten teurer.Lebensmittelfotos Die Lebensmittelpreise in Grossbritannien sind erneut deutlich gestiegen. Höhere Kosten für Energie, Tiernahrung und Transport trieben die Lebensmittelinflation im November auf einen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE